Fabian Lambeck 03.02.2016 / Inland

Ohne Eltern nach Europa

Immer mehr minderjährige Flüchtlinge begeben sich allein auf die Flucht

Mehr als 10 000 unbegleitete Flüchtlinge sollen im Schengenraum verschwunden sein. Für die Bundesrepublik gibt es keine Zahlen. Nur Planungen, die Betreuungsstandards abzusenken.

Sie kommen aus Syrien, Irak, Eritrea oder Nordafrika: Immer häufiger erreichen unbegleitete Flüchtlingskinder den Schengenraum. Bei vielen von ihnen verliert sich nach der Einreise jede Spur. Wie die EU-Polizeibehörde Europol am Wochenende meldete, sollen in den letzten 24 Monaten mindestens 10 000 alleinreisende Kinder verschwunden sein. »Dies bedeutet nicht, dass allen etwas passiert ist«, betonte ein Europol-Sprecher. So könnte ein Teil der Kinder mittlerweile bei Verwandten gelandet sein. »Aber es bedeutet, dass diese Kinder zumindest potenziell gefährdet sind.« Die Gefährdungslage variiert zudem von Land zu Land. Die meisten der in Italien vermissten Kinder stammen aus Eritrea, Somalia und Syrien, erklärte Viviana Valastro von der Hilfsorganisation »Save the Children« der Nachrichtenagentur dpa. »Sie sagen uns schon bei ihrer Ankunft in Süditalien, dass sie da nicht bleiben wollen, sondern andere Länder als Ziel haben.«

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