Gemeinsam sind wir stark– linker Journalismus ist mir etwas wert!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
07.03.2016

In Berlin besetzen Aktivisten leer stehendes Haus

Initiative »Social Center for All« will mit Protest für Freiräume kämpfen

»Nehmen wir uns die Stadt!« In Berlin, Mannheim und Leipzig haben Aktivisten Häuser besetzt. In Berlin war die Party nach drei Stunden vorbei. In Leipzig dauert sie noch immer an.
"socialcenter 4 all" - In Berlin besetzen Aktivisten leer stehendes Haus

Mehrere Gruppen schwarzgekleideter Menschen nähern sich zeitgleich von verschiedenen Seiten der Köpenicker Straße 36. Der Eingang des verlassenen Bürogebäudes ist bereits offen. Die Aktivisten sind an diesem Samstagabend gut vorbereitet und bringen zügig Getränke, Musikboxen und Lampen hinein. Auf einem Plenum wird das weitere Vorgehen diskutiert, man entscheidet sich, die Aktion öffentlich zu machen. Partystimmung setzt ein, Lachen, Rauchen. Interessierte werden eingeladen.

Marcus Staiger von der Initiative »Social Center for All« erklärt, man wolle einen Ort der Begegnung schaffen. Es solle Unterkünfte für Geflüchtete geben, aber auch Rechtsberatung, Bildungsprojekte und medizinische Versorgung. »Die Anwohner und Initiativen werden aber letztlich entscheiden, was mit dem Haus gemacht wird«, sagt Staiger. Das Projekt stößt auf Zustimmung: Wenn es eine selbstorganisierte Krankenversorgung für Geflüchtete gebe, sei auch den Asylsuchenden in Reinickendorf geholfen, meint Hans-Jörg Behrendt von der Initiative »Willkommen in Reinickendorf«. Er ist vor das besetzte Haus gekommen. »Es ginge alles, aber die Politik macht nichts«, sagt er.

Schon zwei Versuche der Initiative, ein Soziales Zentrum in Berlin zu errichten, sind gescheitert. Auf einer Konferenz, an der sich Gruppen wie »Zwangsräumungen verhindern« oder »Moabit hilft« beteiligten, wurde vor der Besetzung diskutiert, wie das Zentrum konkret aussehen könnte.

Im Haus senden die Aktivisten derweil Solidaritätsgrüße nach Leipzig und Mannheim, wo am Wochenende ebenfalls Gebäude besetzt wurden. In Leipzig dürfen die Aktivisten vorerst bis Montag bleiben, dann soll es neue Gespräche mit dem Oberbürgermeister geben. In Mannheim kündigte die Polizei an, am Sonntag räumen zu wollen.

In Berlin ist der Spaß schon nach ein paar Stunden vorbei. Die Polizei rückt an und vertreibt die rund 70 Unterstützer vor dem Haus. Eine Spontandemonstration scheitert an robusten Polizeireihen. Die Stimmung unter den Aktivisten ist trotz allem zuversichtlich. Auf Twitter schreibt die Initiative zum Abschluss: »Wir kommen wieder, keine Frage.« seb

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken