Opferberatung Sachsen-Anhalt meldet mehr rechte Gewalt

Gewalt durch Neonazis habe sich im Jahresvergleich fast verdoppelt / Mehr Übergriffe auch in Berlin / Angriff auf Flüchtlingsunterkunft in Nordstemmen / Asylsuchende in Prenzlau attackiert / Rechte Ausschreitungen in Meerane Fall für die Justiz

Nach Hamburg meldete am Dienstag auch Sachsen-Anhalt einen deutlichen Anstieg rechts motivierter Gewalttaten im vergangenen Jahr. Wie aus einer unabhängigen Erhebung der Mobilen Opferberatung hervorgeht, hat sich die Zahl der Vorfälle im Jahresvergleich fast verdoppelt. Die Initiative zählte laut einer Mitteilung 217 rechts motivierte Angriffe. Im Jahr 2014 waren es demnach noch 120 Gewalttaten gewesen. »Wir sind mit einer dramatischen Ausbreitung rechter und rassistischer Gewalt konfrontiert«, sagte eine Sprecherin. An jedem zweiten Tag würden Menschen etwa aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Identität attackiert - in ihren Unterkünften sowie im Alltag. Die Strafverfolgungsbehörden stuften die Gewalttaten dabei viel zu selten als politisch motiviert ein. Massiv zunehmen würden zudem auch die Übergriffe auf Menschen, die sich gegen rassistische Hetze engagierten. »Aufgrund des hohen Fallaufkommens sind wir inzwischen bei weitem nicht mehr in der Lage, allen Betroffenen schnelle und adäquate Unterstützung anzubieten«, warnte eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung.

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