Nicolai Hagedorn 09.03.2016 / Kolumnen

Stagnierende Schwellenländer

Nicolai Hagedorn über die Auswirkungen der ungleichen Reichtumsverteilung in den BRIC-Staaten

In einem kürzlich vorgelegten Bericht zum sogenannten Transformationsindex kam die Bertelsmann-Stiftung zu dem Ergebnis, dass die ökonomischen Fortschritte in den sogenannten Schwellenländern bei großen Teilen der verarmten Bevölkerung kaum Verbesserungen gebracht haben. In Lateinamerika sei zudem »die Abhängigkeit von Rohstoffexporten unvermindert groß und geht mit einer eher niedrigen Produktivitätsrate und Wertschöpfung einher.« Gerade diese Faktoren sind aber bei der Beurteilung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung von besonderer Bedeutung. Nach über drei Jahrzehnten nachholender Modernisierung ist der Abstand zwischen den Produktivitätsniveaus der kapitalistischen Zentren und den Schwellenländer ungebrochen groß. So erreichte laut dem US-amerikanischen Think Tank »Conference Board« ein Beschäftigter in China im Jahr 2014 im Durchschnitt gerade einmal 19 Prozent des Outputs eines US-amerikanischen Kollegen, in Indien lag der Vergleichswert sogar bei nur 11 Prozent.

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