Jörg Meyer 09.03.2016 / Inland

Lichterketten reichen gegen Nazis nicht aus

Stefan Rochow und Bernd Wagner über die Neugründung von Exit-Nord und die notwendige Auseinandersetzung mit Rechtsradikalen

2011 entzog Mecklenburg-Vorpommern der Initiative Exit-Nord die Landesmittel, weshalb die Aussteigern aus der rechten Szene helfende Organisation aus Schwerin verschwand. Nun sind die Aktivisten zurück.

Sie verkündeten in Berlin, dass es nach einigen Jahren Pause ab sofort wieder Exit-Nord in Schwerin geben werde. Was sind die Pläne?
Bernd Wagner
: Wenn sich ausstiegswillige Angehörige rechtsextremer Gruppierungen an der Oberfläche zeigen, wird EXIT-Nord zusammen mit mir und meinen Kollegen in Berlin einen Hilfeplan bereitstellen und das Nötige tun, um beim Ausstieg zu helfen. Ein zweiter Punkt ist, dass wir mit Beratungsstellen zusammenarbeiten und auch selber beraten, wenn beispielsweise Eltern Hilfe suchen. Sie fragen, was sie tun können, wenn ihre Kinder zu rechten Veranstaltungen gehen, sich rechten Gruppen anschließen, sich ihr gesamtes Umfeld verändert. Da können auch ehemalige Rechtsextreme den Eltern helfen und von ihren Erfahrungen berichten. Dazu kommen Hilfen im Strafvollzug. Wir werden immer wieder von Rechtsextremen kontaktiert, die im Gefängnis sitzen. Und ein letztes wichtiges Element ist, dass aus Exit-Nord heraus Konzepte und Bildungsmodule entwickelt werden für zivilgesellschaftliche Gruppen und Vereine, aber auch für Behörden. Das passiert im sogenannten Aktionskreis, in dem auch ehemalige Rechtsextremisten aktiv sind und wo auch unsere Zeitschrift erstellt wird.

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