Heinz-Dieter Winter 04.10.2008 /
ND-Serie: Brennpunkt Iran

Von Elefantenduellen, Poker- und Schachspielern

Teil 2 der ND-SERIE: Iran und die arabischen Nachbarn

Die Sprache des Westens – besonders die der USA – gegenüber Iran wird täglich aggressiver. Trotz weiterlaufender Verhandlungen droht bereits zum dritten Mal in diesem Jahrtausend nach Afghanistan (seit Ende 2001) und Irak (seit März 2003) ein Krieg gegen ein Land des Mittleren Ostens. ND-Autoren beleuchten in einer Serie verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Krise.

Der iranische Ölhafen Khorramshahr – 1980 von den irakischen Aggressoren in Brand geschossen, 1982 zurückerobert.

In der arabischen Welt schaut man auf den Konflikt zwischen den USA und der regionalen Großmacht Iran wie auf zwei Elefanten. Ob sie miteinander kämpfen oder ob sie sich lieben – das Gras unter ihnen wird zertrampelt. Viel für den Frieden in der Region hängt jedoch davon ab, ob das Verhältnis der arabischen Nachbarstaaten und auch der Türkei zu Iran gutnachbarschaftlich ist. Diese Beziehungen sind seit Jahrhunderten spannungsreich. Großmachtambitionen und Hegemoniestreben, durchsetzt von ethnischen und religiösen Konflikten, stoßen aufeinander. Dennoch war die Grenze Irans zum Osmanischen Reich, 1639 durch den Vertrag von Qasr-e-Shirin festgelegt, nach dem Ersten Weltkrieg zur Türkei stabil, während mit der Entstehung unabhängiger arabischer Staaten die Grenzen zu Irak und arabischen Golfmonarchien strittig blieben. Um den Grenzverlauf im Schatt el-Arab zu ändern und die von arabischstämmigen Iranern bewohnte erdölreiche Provinz Khusistan zu erobern, hatte Iraks Diktator Saddam Hussein 1980 einen achtjährigen Krieg gegen Iran begonnen. Iran seinerseits besetzte in den 70er Jahren drei Inseln im Persischen Golf, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht werden.

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