Klaus Muche 21.11.2008 /

Tagebau im Schnellverfahren

Der Energiekonzern Vattenfall will elf polnische Dörfer umsiedeln

In Polen und Deutschland kämpfen Anwohner gemeinsam gegen einen von Vattenfall geplanten Tagebau.

Wladislaw Widraj geht es halbwegs gut. Er ist 57 Jahre alt und gesund, hat einen kleinen Hof östlich der Neiße zwischen Brody und Gubin mit 15 Hektar, Kühen, Schweinen und er kann mit seiner Familie ganz gut davon leben. So gut, dass er es sich leisten kann, zu den Deutschen zu fahren und gratis ein paar Bäume im »Wald der Hoffnung« zu pflanzen. Die Nachbarn in Grabko wehren sich damit gegen den Tagebau, den Vattenfall dort plant. Der polnische Bauer hofft, von den Deutschen zu lernen, wie man sich jemanden vom Hof hält, der einem die Existenz vernichten will. Die Grabkoer wissen seit dem Frühling von Vattenfalls Zumutung, der Bauer aus der Gmina Brody weiß es seit September. Seitdem trommeln die Behörden in Gubin und Zielona Gora für das Glück der Umsiedlung und treiben zur Eile. Denn Polen soll eine große Energienation werden.

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