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Von Alexander Ludewig
03.01.2009

Es wird wieder gezaubert

Naturrasen lockt auch Bundesligisten zum Fußball unterm Hallendach

»In der Halle riecht es richtig nach Rasen«, schwärmt Thomas Kremer von der Firma Eurogreen. Die Rasenmacher, wie sich das Betzdorfer Unternehmen tituliert, sorgten im Januar 2008 mit dem ersten Naturrasenturnier unterm Hallendach des Gerry-Weber-Stadions in Halle (Westfalen) für eine Weltpremiere – und somit sieben Jahre nach dem letzten DFB-Hallenmasters für die Neubelebung des Budenzaubers auf höchstem Niveau.

In diesem Jahr gibt es schon zwei Turniere auf saftigem Grün, natürlich in Halle (Westfalen) sowie in der Dortmunder Westfalenhalle. Ganz im Gegensatz zu früheren Jahren können die Fans auch die besten Fußballer aus der Nähe bestaunen. »Es werden alle Spieler zum Einsatz kommen«, verspricht Leverkusens Trainer Bruno Labbadia vor dem Dortmunder Turnier. Denn der Naturrasen vermindert das Verletzungsrisiko im Unterschied zum stumpfen Kunstrasen erheblich. Über zusätzliche Einnahmen freut sich Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der damit »einen Großteil des Trainingslagers finanziert«.

Während sich die meisten Bundesligisten lange Zeit nicht in der Halle blicken ließen, sind die Turniere bei unterklassigen Vereinen ein fester Bestandteil in der Winterpause. Wenn es auch nicht viel zu verdienen gibt, für die oft chronisch klammen Klubs spielt dabei der finanzielle Anreiz keine unwichtige Rolle. Aber auch als Dankeschön an die treuen Fans taugen die alljährlichen Auftritte unterm Hallendach. Besser als in jedem Stadion kann man den Kontakt zur Anhängerschaft pflegen. Es bleibt Zeit für Autogrammwünsche oder persönliche Gespräche. Und das alles in gelösterer Atmosphäre als bei einem Ligaspiel.

Obwohl es auch in der Halle um Tore und Punkte geht, steht doch der Spaß im Vordergrund. Ein Blick auf das Teilnehmerfeld des Hallenmasters in Riesa macht dies deutlich. Denn wer kennt schon den FC Global United? So unbekannt der Vereinsname klingen mag, die Spieler die dann gegen Energie Cottbus oder Lok Leipzig antreten, sind gestandene Fußballer. Ob Fredi Bobic, Sergej Barbarez, Steffen Freund, Miroslav Stevic oder Marko Rehmer – diese Namen versprechen Spaß am Ball. Initiator Lutz Pfannenstiel verfolgt mit dem »Global-Projekt« allerdings mehr. Das Team will in wechselnder Besetzung drei Jahre lang weltweit spielen, um über die »Faszination Fußball« auf das Problem der globalen Erderwärmung aufmerksam zu machen.

Hallenturniere auf einen Blick

Riesa - 3. Januar: Energie Cottbus, MSV Duisburg, Lok Leipzig, Dukla Prag, Viktoria Plzen, Global United
Chemnitz - 3. Januar: Chemnitzer FC, Erzgebirge Aue, Sachsen Leipzig, Hallescher FC, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiss Erfurt
Halle (Westfalen) - 3. Januar: MSV Duisburg, Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld, RW Ahlen, VfL Osnabrück, Paderborn
Erfurt - 4. Januar: Rot-Weiss Erfurt, Carl Zeiss Jena, Hallescher FC, LKS Lodz, Nationalmannschaft Sansibar, Borussia Dortmund II
Zwickau - 4. Januar: Energie Cottbus, Dynamo Dresden, Stadtauswahl Zwickau, Chemnitzer FC, FSV Zwickau, VFC Plauen
Dortmund - 4. Januar: Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach, Preußen Münster

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