Bedingt integrationsfähig

Ein gutes Bildungssystem und Hilfen für Eltern sind die Voraussetzung erfolgreicher Migrationsbiografien

Eine neue Studie zur Lebenssituation von Einwanderern in Deutschland hat Anfang der Woche die Debatte über die Integrationspolitik wieder aufleben lassen. Während einige Kommentatoren den mangelnden Integrationswillen gerade der türkischstämmigen Migranten beklagten, wiesen Migrantenvertreter und selbst Politiker der Union auf Defizite im Bildungsbereich hin.

Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen, Bülent Arslan, fand deutliche Worte zur jüngsten Migrationsstudie. Bis Ende der 1990er Jahre sei die deutsche Politik beim Thema Integration mehr oder weniger untätig gewesen, sagte der Politiker der Tageszeitung »Die Welt«. Dabei sei doch klar gewesen, dass gerade in der türkischen Gemeinde in Deutschland die Zahl derer, die mit niedrigstem Bildungsstand eingewandert seien, recht hoch sei. Statt als Ärzte, Rechtsanwälte oder Facharbeiter standen die meisten hinterm Fließband oder haben sich ihre Brötchen mit dem eigenen Gemüseladen verdient. Ihre Kinder tun es ihnen oftmals gleich. Dies aber nicht nur deshalb, weil ihnen positive Vorbilder im engeren sozialen Umfeld fehlen, sondern weil sie als Hilfsarbeiter mehr Geld in der Tasche haben als als Lehrlinge oder Bafög-Empfänger. Im Vergleich zu deutschen Schulabgängern verdienen die Kinder der Eingewanderten zunächst pro Jahr im Schnitt 2100 Euro mehr, hat die Migrationsforscherin Heike Diefenbach nachgerechnet. Kurzfristig lohnt sich für die Jungtürken also ein höherer Bildungsabschluss nicht.

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