(ND-Meyer). Im LINKEN-Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg hängt der Haussegen schief. Die Leidtragenden sind die Bewohner der Wagenburg »Laster und Hänger« an der Revaler / Ecke Modersohnstraße in Friedrichshain. Die Linksfraktion in der BVV möchte wie auch SPD, CDU und FDP an dem Ort eine Sport- und Freizeitfläche bauen bzw. deren Planung in die Fortschreibung der Investitionsplanung nach 2011 aufnehmen.
Im Stadtplanungsausschuss am Mittwochabend stimmten die Fraktionsmitglieder nach Angaben von Besuchern geschlossen für den Antrag – mit der Ergänzung, die BVV möge prüfen, ob der Platz ans Gleisdreieck in Kreuzberg ziehen könne. »Es gibt einen Konflikt zwischen Fraktion und Partei«, sagte die Bezirksvorsitzende Halina Wawzyniak. Sie hatte noch am Dienstag mitgeteilt, dass die LINKE sich ausdrücklich für den Erhalt der Wagenburg in Friedrichshain ausspreche. Sie ärgere sich, dass die Fraktion die Linie verlassen habe, für beide – Sportfläche und Wagenburg – nach einem neuen Standort zu gucken. Letzte Woche habe der Fraktionsvorsitzende, Lothar Schüßler, noch gesagt, der gesamte Antrag sei »ein Versehen« gewesen, teilten Platzbewohner mit. Der Platz werde sich nicht in Luft auflösen, und außerdem gingen die zwölf Kinder und Jugendlichen im Kiez in Schulen und Kitas. Zur gestrigen Sitzung waren gut 150 Menschen gekommen.
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