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Von Jana Findeisen 25.02.2009 / Berlin / Brandenburg

»Wir verdienen eine bessere Lösung«

Lehrergewerkschaft weist Angebot des Senats als unzureichend und ungerecht zurück

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In Tegel und Schönefeld fielen am Dienstagmorgen insgesamt 56 Flüge aus, wie ein Flughafensprecher Dienstag sagte. Nach ver.di-Angaben beteiligten sich rund 300 Beschäftigte an dem Warnstreik. Am Nachmittag gingen die Tarifgespräche in Runde Fünf.

Das Angebot des Senats zur Verbesserung der Situation der Lehrer ist laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine medienstrategische »Mogelpackung«.

Am 17. Februar hatte der Senat eine Verbesserung der Gehälter bis zu 1200 Euro monatlich beschlossen. Das entspricht einer Steigerung von über 40 Prozent. Die Vorsitzende des Lehrerverbands Rose-Marie Seggelke sagte gestern, bei der anschließenden »Neiddebatte« sei außen vor geblieben, dass nur wenige Lehrer tatsächlich von den versprochenen Gehaltserhöhungen profitieren. Der Beschluss ergäbe »für einen Großteil der angestellten Lehrkräfte keinerlei Verbesserung«.

Freudensprünge können demnach nur Junglehrer machen, die nach dem 31.8.2008 eingestellt worden sind. Sie rücken direkt in die sogenannte »Erfahrungsstufe 5«, die höchste Gehaltsstufe, auf.

Der Senat versucht mit dieser Maßnahme, junge Berliner Lehrer von der Abwanderung in andere Bundesländer abzuhalten, wo ihnen bessere Konditionen winken. In Berlin sind die Gehälter bis zu 700 Euro niedriger als in anderen Bundesländern, außerdem findet keine Verbeamtung mehr statt.

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Baden-Württemberg und Hamburg, wo Lehrermangel herrscht, hatten in den letzten Wochen offensiv um Lehrer geworben. »Sehr guten Morgen, Frau Lehrerin!« versprach das wohlhabende Baden-Württemberg dem Lehrernachwuchs auf Berliner Plakatwänden.

Was der Senat nun anbietet, soll helfen, junge Lehrer zu halten, sorgt aber für Wirbel in den Lehrerzimmern. Durch die neue Regelung entstehen paradoxe Ungleichheiten. So wurde die junge Lehrerin Silke Thoms vor dem Stichtag 1.9.2008 eingestellt und soll nun trotz größerer Erfahrung weit weniger verdienen als ihr gerade eingestellter Kollege Hendrik Schneider, dessen Gehaltsniveau sie erst in ein paar Jahren erreichen kann.

Der Lehrerverband moniert neben diesem Verstoß gegen das Erfahrungsstufenmodell, dass sich für die meisten Lehrer wenig verbessert. Die Hälfte der angestellten Lehrer erhielte keinen Cent mehr, weitere 2000 kämen auf Erhöhungen zwischen 100 und 700 Euro. Nur etwa 150 neu eingestellte Junglehrer würden die volle Zulage erhalten. Die aber könnten in ihrer weiteren Laufbahn keine Erhöhungen mehr erwarten. Ganz ausgeschlossen seien Quereinsteiger ohne Lehramtsausbildung.

Der Verband fordert ein tarifliches Gesamtpaket, das die Situation aller Lehrer berücksichtigt. »Die Kolleginnen und Kollegen haben eine bessere Lösung verdient.«

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