Sprungmarken: Inhalt, Navigation.
Suchen auf neues-deutschland.de:

Erweiterte Suche

Von Andreas Heinz 02.03.2009 / Berlin / Brandenburg

Mehr Schuldnerberatung erwünscht

Termine gibt es oft erst nach vier Monaten / Familienforum tagte in Marzahn-Hellersdorf

Familien fühlen sich wohl im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. ND
Familien fühlen sich wohl im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. ND-

Der Kreis war überschaubar beim Familienforum am Samstag in Marzahn-Hellersdorf. 17 Interessierte waren auf Einladung des Beirats für Familienfragen gekommen, um sich kennenzulernen und miteinander zu diskutieren, was im Bezirk gefällt und was besser gemacht werden kann. Zu dem Treffen hatte der Familienbeirat eingeladen, um Material für den 2010 erscheinenden Familienbericht zu sammeln.

Vertreter der Wohnungsbaugesellschaften boten an, enger mit den Bewohnern zusammenzuarbeiten. So könnten Wünsche nach Veränderungen schneller gemeinsam besprochen und möglichst erfüllt werden.

Ein großes Problem, das die Menschen im Bezirk drückt, ist die Schuldenbewältigung. Die zwei Schuldnerberatungen in Marzahn-Hellersdorf reichen nicht, es werden mehr erwünscht. »Zur Zeit beträgt die Wartezeit für einen Beratungstermin rund vier Monate«, sagte gestern der Vorsitzende des Familienbeirats, Peter Ruhenstroth-Bauer. »Da können viele schon pleite sein.« Auch ein Freibad für den Bezirk steht auf dem Wunschzettel. Bisher gibt es hier nur Hallenbäder. An die Adresse von Jugendstadträtin Manuela Schmidt (LINKE) ging die Bitte, mehr Angebote für ältere Jugendliche zu schaffen. »Für die Acht- bis Fünfzehnjährigen gibt es zu wenig«, so die Besucher.

Zu der recht geringen Zahl der Interessierten meinte Ruhenstroth-Bauer: »Das ist das zweite Forum, in Neukölln hatten wir 60 Besucher. Wir müssen das Format ausprobieren.« Der Beirat für Familienfragen wurde im Dezember 2007 vom Senat berufen. Der Beirat soll den Senat in Fragen der Familienpolitik beraten, ihm Impulse für familienpolitische Maßnahmen geben. 22 Mitglieder gehören dem Beirat an. Er setzt sich zusammen aus Vertretern von Verbänden, Kirchen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Vorsitzender ist der Kommunikationsberater Peter Ruhenstroth-Bauer. Zur Stellvertreterin wurde Susanne Kahl-Passoth von der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gewählt. Zu dem Gremium gehören auch Yasemin Bagcil als Vertreterin der muslimischen Dachverbände, Ex-Wirtschaftssenatorin Juliane von Friesen vom Landesfrauenrat Berlin, Gregor Ziese-Henatsch vom Humanistischen Verband und Abgeordnetenhausmitglied Margrit Barth (LINKE).

Schwerpunkte des Familienberichts, der 2010 erscheinen soll: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Stadtquartiere familienfreundlich gestalten.

Familienforen werden noch in Steglitz, Friedrichshain, Spandau und Pankow vom Beirat für Familienfragen veranstaltet. Das erste Treffen fand in Neukölln statt.

Ziele der Foren:

1. Erkenntnisse über Stärken und Probleme in den Bezirken bzw. Quartieren gewinnen, die das Leben der Familien maßgeblich beeinflussen,

2. Handlungsempfehlungen und Ideen für eine familiengerechte Stadtpolitik entwickeln,

3. Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Quartieren unterschiedlicher Prägungen herausarbeiten.

  • Die Erkenntnisse aus den Foren sollen aufbereitet werden und in den Familienbericht 2010 einfließen.
  • Der Bericht soll neben einer Analyse der bestehenden Angebote Empfehlungen und auch neue Konzepte für familienpolitische Maßnahmen anbieten.
  • Der Beirat kooperiert mit dem Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung.

www.familienbeirat-berlin.de

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar schreiben (Login erforderlich)
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Führungswechsel in der LINKEN

Das Dossier "Führungswechsel in der LINKEN" beleuchtet mit Interviews, Reportagen und Kommentaren die Frage die anstehenden Entscheidungen zur Führungsspitze der LINKEN.

Alle Dossiers

Facebook
Twitter
nd im Club

LINKE in der Sackgasse

Podiumsdiskussion mit Abgeordenten der Bundestagsfraktion DIE LINKE. zum Zustand der Partei
nd-Probeabo

Jetzt »nd« testen

Hier Ihre kostenlose Leseprobe bestellen.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Werbung:

Werbung:

Sprungmarken: Seitenanfang.