Sprungmarken: Inhalt, Navigation.
Schnellsuche

Erweiterte Suche

Meine Sicht

Jeder ist einer zu viel

Jörg Meyer will eine verbesserte AV Wohnen

»Senken Sie die Kosten für Ihre Unterkunft.« Wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser, wie mit dieser Aufforderung umzugehen wäre? 4007 Berlinerinnen und Berliner standen 2008 vor dem Problem, weil das Jobcenter ihnen eine Leistungskürzung androhte bzw. diese auch umsetzte. 421 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Kurzfristige Termine beim oder Hilfe vom Jobcenter? Oder gar eine verbindliche Zusage für Hilfestellung beim Umzug? Meist Fehlanzeige.

Der Eindruck, dass die Jobcenter nach dem Motto »Weg von unseren Töpfen« agieren, scheint nicht falsch. Und oft trifft es diejenigen, die es eh schon am schwersten haben. Für sie ist die Aufforderung zur Kostensenkung mit ihren potenziellen Folgen eine weitere Sprosse auf der sozialen Leiter nach unten. Davor kommen Arbeitslosigkeit und Hartz IV mit ihren psychischen und sozialen Folgen.

Die Kampagne gegen Zwangsumzüge fordert Nachbesserungen bei der AV Wohnen. Zurecht! Verständliche Regelungen müssen her, auf die sich die Sparbefohlenen verlassen können – beispielsweise bis zu welcher Höhe Umzugskosten übernommen werden, Prüfungen von Einzel- und Härtefällen, die rechtlich geregelt sind und nicht der Willkür der einzelnen Mitarbeiter im Jobcenter unterliegen. Die geben letztlich nur den Spardruck von oben nach unten weiter. Und der Senat ist angehalten, die Mietgrenzen sofort zu prüfen und nicht erst, wenn der neue Mietspiegel irgendwann im Sommer vorliegt. Denn auch wenn die Zahl 4007 angesichts von über 300 000 Bedarfsgemeinschaften in Berlin klein erscheint: Jeder Zwangsumzug und erst recht jeder Mensch, der für den Erhalt seiner Wohnung hungert, ist einer zu viel.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar schreiben (Login erforderlich)
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

»Handygate« und Funkzellenabfragen

Innerhalb von vier Jahren hat die Berliner Polizei massenhaft Mobilfunkdaten von Handynutzern in Berlin ausgespäht. Autobrandstifter sollten so ermittelt werden - erfolglos. Dennoch sei diese Ermittlungsmethode üblich und rechtmäßig, heißt es offiziell. Bereits vor knapp einem Jahr ermittelte die Dresdener Staatsanwaltschaft per »Handygate« gegen Nazi-Protestierer im Rahmen von »Dresden Nazifrei«.

Alle Dossiers

Frisch gebloggt
04.02.2012 | Marcus Meier

Grüner Kapitalismus?

Alle Blogs

Facebook
Twitter
nd-ePaper

Wichtige Infos zum nd-ePaper

Hier finden Sie alles zu den Änderungen an »Mein nd« und dem ePaper
Kristina Schröder Bildungsabo

Um Mithilfe wird gebeten

Bundesministerin Kristina Schröder warnt vor dem linksextremen »nd«. Lesen Sie selbst!
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Werbung:

Werbung:

Sprungmarken: Seitenanfang.