Michael Fleischmann 30.04.2009 / Inland

Bei den Linken gewildert

Wie Nazis versuchen, die Themen Globalisierung und Kapitalismus von ganz rechts zu besetzen

Die Zeiten, in denen Neonazis mit Springerstiefeln und Glatzkopf leicht zu erkennen waren, sind vorbei. Die extreme Rechte richtet ihre Agitation heute auch auf den Normalbürger und setzt dabei auf Kapitalismuskritik und vermeintlich linke Rhetorik. In Hannover wurde jetzt im Rathaus über Gegenstrategien debattiert.

Neonazis bezeichnen sich selbst als Gegner der Globalisierung. Sie reden davon, den Kapitalismus abzuschaffen und kämpfen für einen »nationalen Sozialismus«. Die Braunen versuchen, die soziale Frage und die sogenannte Systemfrage zu besetzen. Das müsse ein Alarmsignal für DIE LINKE sein, sagt der Rechtsextremismusexperte der Bundestagsfraktion, Gerd Wiegel, vor knapp 50 vor allem jungen Besucherinnen und Besuchern. Er verweist auf die historischen Erfahrungen aus den 20er Jahren, als Nazis genau so versucht hatten, ein linkes politisches Spektrum abzugreifen. Auch heute klingt Vieles so, als käme es von links, zumindest die Wörter – aber nicht der Inhalt. Politikwissenschaftler Martin Burgdorf erläutert die Unterschiede. Der Referent für Rechtsextremismus entlarvt den Antikapitalismus von Rechts als eine rassistische, völkisch-nationale und antisemitische Verschwörungstheorie, die gegen soziale Errungenschaften gerichtet ist.

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