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Mehr stilles Grün

Jörg Meyer über Sportplätze und Kleingärtner

Dem Landessportbund (LSB) droht im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wieder eine Schlappe. Erst war es die Fläche an der Revaler Straße, wo der Wagenplatz »Laster und Hänger« nun dauerhaft gesichert werden könnte, jetzt geht es um zwei Sportplätze am Gleisdreieck, deren Bau in den Sternen steht. Sicher, das macht unzufrieden.

Fakt ist: Der Bezirk ist unterversorgt mit Grün- und Freizeitflächen. Fakt ist aber auch, dass der Bau von großen Fußballfeldern am Gleisdreieck für die Hälfte der dort seit Jahrzehnten ansässigen Kleingärtner das Aus bedeuten würde. Und für diejenigen, die übrig bleiben, ist es vorbei mit der Ruhe. Auch als grünes Naherholungsgebiet für den ebenso unterversorgten Bezirk Schöneberg wäre das Gleisdreieck deutlich weniger attraktiv. Zudem wurden dort bereits zwei Dutzend Beachvolleyballfelder auf 15 000 Quadratmeter gebaut.

»Angebliche Nutzungskonkurrenzen zwischen Sport und Naherholung sind Ergebnis von behördlichem Unvermögen«, sagt LSB-Präsident Peter Hanisch. Doch damit schießt er übers Ziel hinaus. Denn es ist die Aufgabe des Bezirksamtes, zwischen den Interessen aller Bürgerinnen und Bürger im Bezirk zu vermitteln. Und es gibt auch diejenigen, die die multikulturelle Kleingartenkolonie als in ihrer jetzigen Form erhaltenswert ansehen, oder die dort gärtnern oder solche, die sich angesichts der im Sommer überlaufenen Parks in Friedrichshain-Kreuzberg und auch Schöneberg einfach nur einen ruhigen Flecken Grün in der Stadt wünschen.

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