Caracas (dpa/ND). Die venezolanische Regierung hat »vorübergehend« eine Nahrungsmittelfabrik des US-Konzerns Cargill beschlagnahmt. Vize-Ernährungsminister Rafael Coronado begründete den Schritt damit, dass in der Cargill-Nudel-Fabrik im Bundesstaat Vargas die staatlich festgelegten Produktionsquoten zu garantierten Preisen nicht eingehalten worden seien. Die Beschlagnahmung sei »vorübergehend« und gelte zunächst für 90 Tage.
In Venezuela sind die Preise und Produktionsquoten für zwölf Nahrungsmittel, darunter Nudeln, Reis, Tomatensoße und Käse gesetzlich geregelt. Danach müssen 70 Prozent der Produktion zu regulierten Preisen abgegeben werden. Cargill soll gegen diese Vorgaben verstoßen haben. Bereits im März hatte die Regierung eine Reisfabrik der US-Firma übernommen.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
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