Ingolf Bossenz 29.05.2009 / Ausland
Brüsseler Spitzen

Die Chuzpe der Gottesfrage

Der Autor ist Redakteur des ND und schreibt unter anderem über Themen aus dem Bereich Religion und Kirchen.

Bei der Europawahl stellt sich dieses Mal nicht nur die Parteien-, sondern auch die Gottesfrage. Zumindest aus Sicht von CDU und CSU, die in ihrem gemeinsamen Wahlaufruf daran festhalten, die »christlich-abendländischen Wurzeln« auch »mit einem Gottesbezug in den EU-Verträgen deutlich zu machen«. Dass zudem einer Aufnahme der Türkei in die EU eine Absage erteilt wird, verwundert nicht. Denn der »christliche« Gott soll ja als sakrales Warenzeichen europäischer Exklusivität herhalten. Zugleich ist der transzendente Touch des Wahlaufrufs eine Reverenz an die beiden christlichen Großkirchen. Gerade erst anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Bremen vergangene Woche unterstrich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Bedeutung von Religion bei der Vermittlung von Werten. »Deshalb«, so der CDU-Politiker, »haben wir in Deutschland ein bewährtes partnerschaftliches Verhältnis von Staat und Religion.«

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