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Publikumsmagnet
Foto: ND/Burkhard Lange
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Während auf dem Hof der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg am Samstagabend noch Bühnen und Stände aufgebaut wurden, füllte sich das Palais – ein großer dunkler Saal – mit den ersten Besuchern des 51. ND Pressefests/Fest der LINKEN. Den Auftakt gab Sahra Wagenknecht mit einer Lesung zu ihrem Buch der Krise »Wahnsinn mit Methode«. Ihr Werk, das vom globalen Finanzcrash handelt zeichnet sich vor allem durch seine klare Analyse aus, die auch ein Laie versteht. Doch mit einer Analyse allein begnügt sich Wagenknecht nicht. Sie entwirft auch Lösungsvorschläge. Vorschläge, die beim Publikum am Samstag breite Zustimmung fanden.
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Kerstin Kaiser, Lothar Bisky, Petra Pau – am Sonnabend befragt von Wolfgang Hübner (l.) und Gabriele Oertel (r.)
Foto: ND/Burkhard Lange
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Der Frage, warum DIE LINKE bei der Europawahl nicht von der Krise profitieren konnte, ging der ND-Talk »Von Straßburg bis Berlin – Linke Stationen 2009« nach. Der Vorsitzende der LINKEN und ND-Herausgeber Lothar Bisky, die stellvertretende Parteivorsitzende Petra Pau und die Fraktionsvorsitzende im Potsdamer Landtag, Kerstin Kaiser, standen den stellvertretenden ND-Chefredakteuren Gabriele Oertel und Wolfgang Hübner Rede und Antwort.
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Simultanschach gehört mittlerweile zum Standard
Foto: ND/Burkhard Lange
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»Die Linken haben in Europa verloren. Das muss man ganz klar sagen«, bekannte sich Bisky zu dem schlechten europäischen Gesamtergebnis. Ein Problem sei unter anderem die Resignation der Menschen, die nicht mehr wählten, so das Fazit des Vorsitzenden. Pau und Kaiser suchten die Gründe nicht nur bei den Wählern, sondern auch in den eigenen Reihen. Ein großes Problem der Partei sei ein fehlendes und klares Wahlprogramm. »Hartz IV muss weg kann ja jeder sagen. Wir müssen aber konkrete Vorschläge bringen«, so Pau. Um erfolgreicher zu werden, müssten die Spaltungen innerhalb der LINKEN aufhören.
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Literaturwerkstatt: Daniela Dahn (r.), ND-Redakteurin Irmtraud Gutschke
Foto: ND/Burkhard Lange
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Auf Bundesebene – mit Hinblick auf die Bundestagswahl 2009 – müsse DIE LINKE noch stärker ihren Prinzipien treu bleiben. »Es muss klar sein, dass wir gegen Aufrüstung, für mehr soziale Politik und für mehr Demokratie stehen«, so Bisky. Zehn Prozent könne DIE LINKE in der kommenden Bundestagswahl erreichen und daraus müsse etwas gemacht werden, forderte Bisky.
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Der »Renner« am Sonnabendabend: Jazz Lyrik Prosa
Foto: ND/Burkhard Lange
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Richtig ausgelassen wurde die Stimmung am Sonntag. Begleitet vom Sonnenschein und vom Swing Dance Orchestra schlenderten erneut Interessierte durch die Kulturbrauerei. Einige wippten im Takt, andere informierten sich an den zahlreichen Ständen des Global Village, wieder andere suchten das Gespräch mit Redakteuren des ND. Die erste Gesprächsrunde auf der ND-Live-Bühne stand im Zeichen des Sports. ND-Sport Chef Jirka Grahl und Sport-Redakteur Jürgen Holz sprachen mit Trainern und Leichtathletik-Profis zum Thema Leichtathletik-WM 2009, die in Berlin stattfindet.
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Auf der Berlin-Bühne: Sechskornbrot
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Dank des breiten kulturellen Angebots war das Publikum am Sonntag sehr gemischt. »Meine Tochter und ich sind hier, weil ich mich für die Lesung von Daniela Dahn interessiere und sie das Gespräch mit Wladimir Kaminer und Gregor Gysi sehen wollte, sagte Ingrid Siefert, eine 63-jährige ND-Abonnentin. Von Autoren wie Jan Korte, der sein Buch »Instrument Antikommunismus« vorstellte, über Gespräche mit Christop Links zum Schicksal der DDR-Verlage bis hin zu Daniela Dahn – insgesamt gab es zehn Stunden Programm im Palais und in der Literaturwerkstatt. Über ein kulturvolles Europa plauderte auf der ND-Live-Bühne Cox Habbema, Wladimir Kaminer die Polizeiruf-Kommissare Wolfgang Winkler und Jaecki Schwarzsowie Gregor Gysi.
Aber es wäre nicht das Fest der Linken, wenn sich nicht auch an diesem Tag politisch diskutiert worden wäre. Auf der Berlin-Bühne diskutierten Landespolitiker der LINKEN und Grünen, der SPD und FDP mit dem Chef des Berlin-Brandenburg Ressorts, Klaus-Joachim Hermann. Die CDU wurde nicht etwa ausgeladen, sie hat wie im Jahr zu vor dankend abgelehnt. Naja, vielleicht überlegt sie sich und kommt im nächsten Jahr, zum 52. ND-Pressefest.
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