Lutz Debus, Düsseldorf 20.06.2009 /

Tarifflucht bei E.on

Ver.di protestiert gegen Kostensenkungspläne beim Energieriesen

Die geplanten Umstrukturierungen bei E.on sorgen für Unmut bei den Beschäftigten. Der Energieriese erzielt nach wie vor Milliardengewinne.

Am Düsseldorfer Rheinufer flatterten die leuchtend roten Fahnen der Gewerkschaft ver.di. Dort wo abends edle Konzertbesucher flanieren, machte sich am Donnertagnachmittag der geballte Unmut der Gewerkschafter über den Energieriesen E.on Luft. Tausende Demonstranten forderten auf Plakaten den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen, die Fortführung der Ausbildung an den verschiedenen Standorten und der vereinbarten Übernahmeregelungen nach der Ausbildung, die Sicherung der bestehenden Tarifverträge auch bei künftigen Ausgliederungen und Anteilsverkäufen sowie Investitionen in Kraftwerke und Netze. Trillerpfeifen und Sambaklänge waren vor der prunkvollen gläsernen Zentrale des Konzerns zu hören. Der will in den kommenden zwei Jahren 1,5 Milliarden Euro Kosten einsparen, indem er seine Unternehmensstruktur »verschlankt«. Manche Sparten des Strom- und Gasversorgers sollen verkauft, andere ausgelagert werden. Etwa 4000 Mitarbeiter würden, so kritisiert ver.di, mit schlechteren Tarifverträgen abgespeist werden. Zudem fürchtet die Gewerkschaft, dass europaweit 6000 Stellen vernichtet werden. Bei knapp 100 000 Beschäftigten beträfen diese Maßnahmen also jeden zehnten Mitarbeiter.

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