Karlen Vesper 30.06.2009 / Inland

Lebensretter

Ausstellung »Berliner Arbeiterwiderstand«, Stolpersteine, der Rettungsschwimmer Willi Bolien und drei starke Frauen

Sie schwiegen nicht, sie haben den Kampf gegen die verbrecherische Nazidiktatur gewagt. Über 500 Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen und Juden, Arbeiter, Angestellte, Wissenschaftler und Künstler gehörten dem Widerstandskreis um Anton Sae-fkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein an. Durch Verrat sind im Sommer 1944 über 280 Mitglieder dieser größten deutschen Anti-Hitler-Koalition verhaftet worden, 100 wurden hingerichtet oder starben in Konzentrationslagern. An sie erinnern in diesen Tagen und Wochen eine Ausstellung in Berlin, mehrere Veranstaltungen sowie neue Stolpersteine.

Blick in die Ausstellung »Berliner Arbeiterwiderstand 1942-45«

»Es begann mit einem weißen Strich, auf Pflasterstein gezogen«, erinnert Susanne Riveles. Zum 50. Jahrestag der Deportation von tausend Roma und Sinti aus Köln hat Gunter Demnig mit einer rollbaren Druckmaschine den Weg nachgezeichnet, auf dem 1940 die von deutschen »Herrenmenschen« als »asozial« und »minderwertig« Verdammten in den Tod getrieben worden sind. Von interessierten Bürgern angesprochen, wie lange denn dieses Gedenk-Mal Witterung und Straßenverkehr widerstehen könnte, kam ihm die Idee der Stolpersteine. Inzwischen sind etwa 17 000, die an Sinti und Roma, Juden und Homosexuelle erinnern, in über 430 Orten in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn verlegt. Und 48 nun auch schon für aktive Widerstandskämpfer – dank der Initiative von Töchtern zum Tode verurteilter Antifaschisten.

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