»Das Patriarchat bringt uns um«

Norma Cacho über Militarisierung und Gewalt gegen Frauen in Mexiko

Norma Cacho stammt aus dem Armenviertel Iztapalapa aus Mexiko-Stadt, sie hat Ethnologie studiert, ist in verschiedenen feministischen Kollektiven aktiv und arbeitet zur Zeit beim Zentrum für ökonomische und politische Forschung CIEPAC in der Basisbildung und der »Anderen Kampagne« in Chiapas. Mit ihr sprach für ND Luz Kerkeling.

ND: Präsident Felipe Calderón hat Mexiko militarisiert. Begründet wird der massive Einsatz der Streitkräfte mit dem Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Drogenmafia. Welche Auswirkungen hat die Armeepräsenz auf die Bevölkerung?
Cacho: Seit der illegitimen Machtübernahme von Calderón nach seinem umstrittenen Wahlsieg Ende 2006 leiden wir unter groß angelegten Militäroperationen in verschiedenen Bundesstaaten, die zu Situationen extremer Gewalt geführt haben. Wir erfahren eine systematische Repression gegen die sozialen Bewegungen und gegen alle, die es wagen, den Mund aufzumachen. Es reicht, an die letzten Fälle der Repression zu erinnern, bei denen die sozialen Bewegungen Mexikos brutal niedergeschlagen und die Frauen zu einer Art »Kriegsbeute« wurden. Atenco, Oaxaca, Chiapas und Guerrero liefern dazu deutliche Beweise. Aber nicht nur Oppositionelle sind Zielscheibe der systematischen Gewalt. Hausfrauen, Jugendliche, Familien und Indigene werden an Kontrollposten, bei Hausdurchsuchungen oder bei Armeeoperationen immer wieder gefoltert und sogar ermordet. Angeblich stehen diese Aktionen im Kontext des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen.

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