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Von Marina Mai
11.08.2009
Brandenburg

Schmalzbrot und Wasserschlösschen

Alternative zur Autofahrt: Über Flüsse und Seen von Lübbenau bis nach Berlin

Der Spreewald ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner. Muss man unbedingt über die Autobahn fahren, um in Lübbenau eine Runde mit dem Spreewaldkahn zu drehen? Kann man die Strecke nicht einmal zu Wasser spreeabwärts zurücklegen? Dann wäre nicht erst die Kahnfahrt ein Erlebnis, sondern die ganze Strecke dorthin.

Die Idee klingt einfach, doch die vielen Staustufen der Spree würden das Unterfangen schwierig gestalten. Die Stern- und Kreisschifffahrt hat einen Kompromiss gefunden und legt zumindest einen Teil der Strecke auf dem Wasser zurück. Jedoch nicht auf der Spree, sondern auf der Dahme.

Der Hinweg nach Lübbenau wird zunächst im Reisebus gefahren. Vor allem ältere Menschen und Familien haben sich um 8 Uhr am S-Bahnhof Treptower Park eingefunden, um einen Tag auf dem Wasser zu verbringen. In Lübbenau fährt der traditionelle Spreewaldkahn durch den 1990 zum Biosphärenreservat erklärten Spreewald vorbei an Heuschobern, an Häusern, die man nur per Wasser erreichen kann, an dem traditionellen Museendorf Lehde mit über 200 Jahre alten Höfen. Gemüsefelder stehen vor der Ernte. Störche ziehen ihre Kreise durch die malerische Landschaft. Die Post und die Männer in Orange fahren die Häuser vom Wasser aus an. Anders geht es in vielen Fällen nicht.

Der Fährmann serviert Schmalzstullen, typisch für diesen Landstrich, der zu den ärmsten in Deutschland zählte, bevor die Touristen kamen. Dazu werden selbstverständlich Spreewaldgurken angeboten. Am Schloss gibt es einen Stopp. Die Nachfahren des wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler 1944 hingerichteten einstigen Schlossherren Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar betreiben darin heute das erste Haus in der touristisch attraktiven Stadt.

Der Rückweg aus Lübbenau führt zuerst wieder über die Autobahn. Im Dorf Prieros stechen die Besucher dann in See, genauer in die Dahme. Der Weg führt über mehr als vier Stunden über den Dolgensee, den Krüppelsee und den Krimnicksee durch die Schleuse Neue Mühle und Königs Wusterhausen. Graureiher und Möwen dösen im Schatten. Hier, südlich vor Berlin, wo einst Ziegel für die boomende Metropole gefertigt und auf dem Wasserweg gleich nach Berlin gefahren wurden, sind in den letzten Jahren Wassergrundstücke entstanden, die wie Schlösschen und Wasserburgen aussehen. Dazwischen plantschen Kinder an Badestellen. Einmalig ist zum Abschluss der Fahrt das Panorama von Alt-Köpenick vom Wasser aus gesehen.

Neben der Spreewaldfahrt bietet die Stern und Kreisschifffahrt Tagestouren nach Niederfinow, Neuruppin, Chorin, Magdeburg und Rheinsberg an. Wer zwei Tage lang unterwegs sein will, kann mit dem Schiff über Havel und Oder, durch den Nationalpark Unteres Odertal bis nach Szczecin schippern.

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