Zivilcourage gegen rechten Szenetreff.
Foto: ND/Burkhard Lange
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(ND-Mai). In der Brückenstraße in Niederschöneweide sind erneut Hakenkreuze geschmiert worden. Diesmal tauchten sie vor dem Büro des CDU-Bundestagskandidaten Niels Korte auf. Der CDU-Politiker hat Strafanzeige gestellt.
Kortes Wahlkampfbüro liegt schräg gegenüber der rechten Szenekneipe »Zum Henker«. Der CDU-Jungpolitiker hatte Ende Juli an einer Aktion des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen die rechte Szenekneipe teilgenommen. »Zwei Tage später hatten wir eine Mail von einem Mann, der sich »ein Besucher des Henker« nannte, sagt Kortes Sprecher. Der drückte darin sein Unverständnis aus, dass sich ein CDU-Politiker nicht lieber gegen linken Terror und das Abfackeln von Autos engagiert. Zwei weitere Tage später gab es die Hakenkreuzschmierereien. Außerdem seien die Gäste des CDU-Büros fotografiert worden. »An einem Laden in unserer Straße sind letzte Woche auch wieder rechte Aufkleber aufgetaucht«, sagt Kortes Sprecher.
Neben Korte hat der Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sein Wahlkreisbüro. Als Gysis Mitarbeiter André Schubert am gestrigen Montag aus dem Urlaub kam, sei aber alles in Ordnung gewesen, sagt er dem ND. Letztes Jahr seien Fensterscheiben eingeworfen und beschmiert sowie Gäste mit rohen Eiern beworfen worden. Täter konnten nicht ermittelt werden.
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