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Freie setzen sich durch

ND zahlt ab Oktober wieder altes Zeilenhonorar

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Sie wollten durchsetzen, dass die Honorarkürzungen für freie Mitarbeiter zurückgenommen werden – und das ist ihnen jetzt auch gelungen. Freie Autoren, die auch für das Neue Deutschland schreiben, hatten am Donnerstagmorgen gemeinsam mit Vertretern von ver.di vorm Sitz von Neues Deutschland in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs einen Stand aufgebaut. Dort verteilten sie Flugblätter, mit denen sie auf ihre prekäre Situation hinwiesen.

Im Februar hatte das ND das bisherige Zeilenhonorar von 0,39 Euro auf nun 0,35 Euro heruntergesetzt. Schon mit dem höheren Satz ließe sich »schwer der Lebensunterhalt verdienen«, heißt es in dem Flugblatt. In einem gemeinsamen Brief an die Geschäftsführung habe man um Rücknahme der Kürzungen gebeten, bisher aber keine Antwort darauf erhalten.

ND-Geschäftsführer Olaf Koppe suchte gestern das Gespräch mit den Protestierenden. Dabei sagte er den Freien zu, dass »mindestens die alten Zeilenhonorare im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Produktionskonzepts voraussichtlich ab Oktober wieder eingeführt werden«. Der ND-Geschäftsführer kann den Ärger bei den Betroffenen verstehen. »Aber die Honorarkürzungen waren eine von mehreren Sparmaßnahmen, die ND aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation in der ersten Jahreshälfte ergreifen musste«, sagt er.

Die freie ND-Autorin Haidy Damm, die sich an der Aktion beteiligte, begrüßte seine Zusage. »Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis«, sagte sie. Koppe habe sich auch dafür entschuldigt, dass es bislang keine Antwort auf den Brief der Freien gegeben habe. Jetzt sei man wieder im Gespräch. »Wir würden es jedoch begrüßen, wenn perspektivisch weiter über Honorare geredet wird.«

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