Ingolf Bossenz 18.08.2009 /

Grenzen des Sozialismus

Verlorene Errungenschaften und erschossene Flüchtlinge – eine unzeitgemäße Betrachtung

Das Ritualdatum 13. August ging in der vergangenen Woche wie in den Vorjahren mit den üblichen Gemeinplätzen über die politische Bühne. Während Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den ebenso richtigen wie nichtssagenden Satz »Jeder einzelne Tote war zu viel« formulierte, erklärte die LINKE-Vizechefin Halina Wawzyniak, der Mauerbau eigne sich nicht zur Diskreditierung der Lebensleistung vieler DDR-Bürger. Doch die Mauer und ihre Opfer waren kein Paralleluniversum, sondern die Voraussetzung für Vieles, was zu dieser Lebensleistung gehörte und dessen Verlust heute beklagt wird.

Der Sommer des Jahres 1971 war nicht nur meteorologisch heiß. Es war die Zeit, als sich die militärische Sicherung der DDR-Staatsgrenzen zu Westberlin und zur BRD – vulgo: Mauerbau – zum zehnten Mal jährte. In der Grenzkompanie im Ostharz, wo ich nach dem Abschluss der Unteroffiziersschule als Gruppenführer diente, war »verstärkte Grenzsicherung« befohlen. Es wurde mit Provokationen und Grenzverletzungen seitens des Gegners, also der Bundesrepublik, gerechnet.

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