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Von Martin Ling 12.09.2009 / Ausland

Solidarität mit den Miami Five

Internationale Aktionstage für die fünf in USA inhaftierten Kubaner

Am heutigen 12. September jährt sich der Tag der Inhaftierung der fünf kubanischen Antiterroristen, der sogenannten Cuban oder Miami Five, zum elften Mal. In vielen Ländern wird mit Aktionen ihre Freilassung gefordert.

Ihre juristischen Perspektiven sind düster, doch das Schicksal der sogenannten Miami Five ist unvergessen: Gerardo Hernández, Ramón Labanino, Antonio Guerrero, Fernando Gonzalez und René Gonzalez. Im Juni lehnte der Oberste Gerichtshof der USA ohne jegliche Erklärung eine Revision des Falles der wegen Spionage verurteilten Miami Five ab.

Antonio Guerrero, Fernando González und Ramón Labañino wurden nach Miami zur Neubemessung ihres Strafmaßes überstellt. Die Verhandlung wird für den 13. Oktober erwartet. Seit ihrer Ankunft sitzen sie in denselben Zellen in Isolationshaft, in denen sie schon nach ihrer Verhaftung 1998 für insgesamt 17 Monate festgehalten wurden.

Gerardo Hernández, der zu zweimal lebenslänglich plus 15 Jahre Verdammte, erklärte nach dem Spruch: »Auf Grund meiner Erfahrungen hat mich die Entscheidung des Obersten Gerichts nicht überrascht. Ich habe nicht das geringste Vertrauen in die Justiz der Vereinigten Staaten. Wer bisher noch gezweifelt hatte, dass unser Prozess von Anfang an ein politischer war, ist nun wohl kuriert. Wir haben zum Beweis unserer Unschuld die nötigen Argumente zu Hauf vorgelegt. Unzählige renommierte Zeugen haben sie bestätigt. Es hat nichts genützt.«

Die Miami Five stehen mit ihrer Einschätzung alles andere als allein: Zehn Nobelpreisträger hatten in einem offenen Brief die Beweisführung der Verteidigung aufgegriffen und um einen neuen fairen Prozess nachgesucht, unterstützt von Unterschriften Hunderttausender Menschen aller Kontinente. Kontinentübergreifend sind am heutigen Jahrestag aber auch darüber hinaus Aktionen und Veranstaltungen geplant. Die Reihe der Städte ist illuster: London, Prag, Seattle, San Francisco, Los Angeles, New York, Toronto und viele mehr. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind vom 11. bis zum 14. September Aktionstage geplant.

Die Miami Five hatten in Florida ansässige exilkubanische Terrorgruppen unterwandert, um ihr Land rechtzeitig zu warnen und vor weiteren Attentaten zu schützen. Die Regierung des sozialistischen Kubas hatte die Erkenntnisse der Fünf laufend der Bundespolizei FBI in der Hoffnung übermittelt, dass die USA einschreiten. Stattdessen verhafteten die US-Behörden die Miami Five unter dem Vorwurf der Spionage.

www.fgbrdkuba.de/termine/aktionstage/befreiung-cuban5.html

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