Caroline M. Buck 15.09.2009 / Ausland

Einer allein im Dorf

Das Filmporträt »One Man Village« erzählt die wahre Geschichte von einem, der nach dem Krieg in Libanon allein auf seinen Hof zurückkehrte

Das christliche Dorf Aïn al-Halazoun im Schuf-Gebirge ist seit dem Libanonkrieg von 1982 verwüstet. Nur einer kam auf Dauer zurück: Ihm ist das filmische Porträt »The One Man Village« gewidmet, das am 10. September Kinostart hatte.

Das Pferd als bester Freund des »One Man Village«
Ein Jahr hielten die Bewohner in Aïn al-Halazoun durch, dann verließen sie ihre Heimat im Schuf-Gebirge in Libanon, zermürbt von Bombardierung, Belagerung und ständigem Beschuss. Heute sind sie gelegentliche Tagesgäste in dem, was von den Häusern ihrer Väter übrig blieb. Nur zu besonderen Anlässen oder hohen Feiertagen kommen Nachbarn und Angehörige aus der Stadt zu Besuch, in die sie vor rund fünfundzwanzig Jahren flüchteten. Im Herbst belebt sich die Gegend zur Jujube-Ernte, zu Ostern sitzt man auf der talseitigen Terrasse unter freiem Himmel zusammen und pflegt die alten Bräuche, stößt hartgekochte Eier aufeinander und isst Taboulé unter Reben. Doch einer kam dauerhaft zurück: Einer, der es in der Enge der Stadt nicht aushielt, weil er endlich wieder Kühe im heimischen Stall sehen wollte. Auch wenn er nun den größten Teil des Jahres mit seinen Vierbeinern allein lebt. Die Jungen, sagen ein paar Nachbarn, die sich einen Strauß Rosen schneiden in ihrem überwucherten Garten, die Jungen haben die Landwirtschaft verlernt. Die nächste Generation ist in Beirut geboren und kennt die Sitten und Lebensweisen des Dorfes nicht mehr.

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