Andreas Fritsche 22.09.2009 / Inland

Politik nach Noten

Linkspartei-Spitzenkandidatin Kerstin Kaiser sorgt im Brandenburger Landtagswahlkampf für Rhythmus und guten Ton – fast jeden Abend gibt sie ein Konzert

Die Brandenburger stimmen am 27. September über die Zusammensetzung des nächsten Landtags ab. Eventuell setzt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) anschließend die seit zehn Jahren regierende Koalition mit der CDU fort. Rechnerisch wäre Rot-Rot seit 1999 jederzeit möglich. Das wird sich mit dem Urnengang nicht ändern. Die Frage ist, ob es tatsächlich eine andere Regierung gibt, die einen neuen Kurs einschlägt. Spitzenkandidatin der Linkspartei ist Kerstin Kaiser. Sie führt einen beeindruckenden Wahlkampf; sie singt, sie redet und vor allem – sie hört den Menschen auch zu.

Kerstin Kaiser

Am Morgen hat Kerstin Kaiser noch einen Termin in Strausberg. Gegen 10.30 Uhr betritt sie dann das Haus, in dem die Neuruppiner Tafel untergebracht ist. Sonnabends um 11 Uhr werden hier Lebensmittel ausgegeben. Die Bedürftigen, denen man gleich ansieht, dass sie Hilfe bitter nötig haben, kommen aber schon viel früher. Die Gespräche, der soziale Kontakt, das sei den Menschen wichtig, erzählt Renate Lachmann. Sie ist Ortsvorsitzende des Arbeitslosenverbandes und hat die Tafel bis zu ihrem Ruhestand im Februar jahrelang geleitet. Die Lage am Bullenwinkel sei ideal, meint Lachmann. Das Gebäude befindet sich im Zentrum der Stadt, aber doch ein bisschen versteckt. Viele Menschen, die darauf angewiesen sind, hier Lebensmittel zu holen, schämen sich. Sie möchten nicht dabei gesehen werden.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: