René Heilig 15.10.2009 / Titel

Deutschlands sibirische Atomkippe

27 300 Tonnen Nuklearmüll aus Nordrhein-Westfalen als »Wertstoff« in Russland endgelagert

Westeuropa entsorgt seinen Atommüll auf vielerlei Art. Nicht selten illegal. Während Italiens Öffentlichkeit gerade erst erfuhr, dass man dort die Mafia beauftragt hatte, im Mittelmeer komplette Schiffe mit Atommüll zu versenken, stehen nun Frankreich und Deutschland in der Kritik. Sie verschieben einen Gutteil ihres Strahlenmülls nach Sibirien.

Uranhexafluorid (UF6) ist eine leicht flüchtige, äußerst giftige, radioaktive und korrosive Verbindung aus Uran und Fluor, die in der Uran-Anreicherung eingesetzt wird. Sie verlangt also in jedem Fall eine besonders sichere Lagerung. Zumal dieses Uranhexafluorid bei Feuchtigkeit heftig reagiert.

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