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Von Barbara Staacke
27.10.2009

Eastgate-Brücke in Marzahn wird verlängert

Senat springt mit 250 000 Euro für den zurückgetretenen Konzern Knorr-Bremse ein

Die Verlängerung der Eastgate-Brücke über den S-Bahnhof Marzahn hinaus bis zum Wiesenburger Weg kann gebaut werden. Finanzstaatssekretärin Iris Spranger (SPD) sagte in einem Forum mit Anwohnern und Politikern zu, dass der Senat für den noch offenen Eigenanteil von 250 000 Euro einspringen werde.

Eigentlich sollte die Weiterführung der Brücke schon im Sommer 2008 gebaut sein. Die Verträge waren bereits vor zwei Jahren besiegelt. 90 Prozent der inzwischen um eine Million auf 2,5 Millionen Euro angestiegenen Baukosten wollte der Senat mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur finanzieren, zehn Prozent der Kosten die Knorr-Bremse AG übernehmen. Somit schien alles klar zu sein. Soweit der Stand von 2007. Doch mit Wechsel der Führungsspitze zog sich das Traditionsunternehmen aus dem Vorhaben zurück. Für das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf eine fatale Situation. Sah es sich doch angesichts der angespannten Haushaltssituation nicht in der Lage, als Bauherr einzuspringen und für den Eigenanteil an den Gesamtkosten aufzukommen. So blieb die Finanzierung auch in den folgenden zwei Jahren ungeklärt.

Indes erstellte das Tiefbauamt die Bauplanungsunterlagen. »Damit wollten wir Bewegung in die Sache bringen«, sagt CDU-Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff. Doch die Maßnahme ergab keinen Erfolg. Der Senat schickte die Unterlagen unbearbeitet zurück, weil eben die Finanzierung noch offen war. Dann jedoch wandte sich die Bürgerinitiative »Marzahner Promenade« an ihre Politiker in Bezirk und Abgeordnetenhaus sowie direkt an Finanzstaatssekretärin Iris Spranger (SPD).

Bereits seit 2003 kämpft die Initiative darum, dass die Menschen aus dem Wohngebiet an der Märkischen Allee den Parkfriedhof über einen Aufzug am S-Bahnhof Marzahn erreichen können. Bisher ist eine alte Eisenbrücke am südlichen Ende des Bahnsteiges der einzige Zugang zum Gewerbepark Georg Knorr und zum Wiesenburger Weg. Rollstuhlfahrer beispielsweise haben keine Chance, über die Stufen zu kommen. Denn einen Fahrstuhl gibt es dort nicht.

»Es ist wichtig, dass dieses langwierige Verfahren endlich zu einem guten Ende kommt«, erklärt die Finanzstaatssekretärin. Mit der Verlängerung der Brücke werde nicht nur der Marzahner Wirtschaftsstandort gestärkt, sondern es auch älteren und behinderten Menschen möglich sein, die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen oder Opfern des Zweiten Weltkriegs, die dort bestattet sind, zu gedenken.

»Wir werden jetzt schnellstens das Vorhaben angehen«, kündigt CDU-Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff an. Zunächst sollen die Bauunterlagen vom Senat geprüft werden, danach die Ausschreibungen erfolgen. Ende des kommenden Jahres rechnet Gräff mit dem Baubeginn. 2011 soll dann die Verbindung zum Wiesenweg hergestellt sein. Entgegen ursprünglichen Plänen bleibt übrigens die alte Eisenbrücke erhalten.

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