Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Christian Klemm
29.10.2009
Personalie

Die Erste

Margot Käßmann ist seit gestern Vorsitzende der Evangelischen Kirche

Der Vergleich zu Angela Merkel drängt sich förmlich auf. Auch Margot Käßmann hat ein Amt inne, das noch keine Frau vor ihr ausüben durfte: Gestern ist die Landesbischöfin von Hannover zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Die Mutter von vier Töchtern tritt die Nachfolge des Berliner Bischofs Wolfgang Huber an und wird der Kirche sechs Jahre lang vorstehen. Damit wird die Kirche von einer weiblichen Doppelspitze geführt. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckhardt zur Vorsitzenden des Kirchenparlaments gewählt.

Doch so prominent Käßmanns Amt auch sein mag, die 51-jährige gebürtige Marburgerin hat eine schwierige Aufgabe übernommen. Der EKD laufen seit Jahren die Mitglieder davon. Nur zu Weihnachten sind die Gotteshäuser noch gut gefüllt; am Sonntag verirrt sich nur eine kleine Minderheit der 25 Millionen Potestanten in die Kirche. Auch von der finanziellen Misere, die die EKD seit geraumer Zeit plagen soll, lässt sich die ehemalige Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages nicht unterkriegen. »Wir werden uns von den Mitgliedersorgen und Finanznöten nicht lähmen lassen, sondern mutig gemeinsam die Zukunft gestalten«, sagt sie trotzig.

Schon vor sechs Jahren stand Käßmann, die seit 2007 in Scheidung lebt, für das Amt des EKD-Vorsitzenden zur Diskussion. Damals gingen Synode und Kirchenkonferenz mit Wolfgang Huber noch auf Nummer sicher. Jetzt wagt die EKD das Experiment Käßmann, das in der Kirche nicht unumstritten ist.

Die promovierte Theologin Käßmann arbeitete knapp 20 Jahre im Ökumenischen Rat der Kirchen mit, was sie nicht davon abhielt, Positionen der katholischen Kirche, beispielsweise deren strikte Ablehnung der Homosexualität, zu kritisieren und die Aufhebung des Zölibats zu fordern. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, begrüßte die Wahl Käßmanns. Ebenso wie Deutschlands Top-Feministin Alice Schwarzer. Käßmann werde die Kirche noch stärker als bisher auf den Weg der Geschlechtergerechtigkeit lenken, meint Schwarzer. Das wäre sicherlich nötig, nicht nur in der evangelischen Kirche.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken