29.10.2009
Tagesglosse

Unten links

Zur Zeit, sagt die alarmierte Statistik, seien in Deutschland so viele Menschen inhaftiert wie noch nie. Einer der Gründe sei nach wie vor die gestiegene Kriminalität durch offene Grenzen. Demnach muss man wohl auch die neue Regierung zu gewissen Anteilen an besagter Statistik verantwortlich machen. Denn grenzenloser Ehrgeiz, den Sozialstaat regelrecht abzutöten, machte herrschende Parteien zu Gefangenen ihrer selbst. Aber auch die SPD ist auf dem Weg von der ramponierten Partei zur renovierten Haftanstalt – Genosse Gabriel sprach von einer nötigen »Zellen-Frischkur« in der Sozialdemokratie. Laut Statistik wird jene Zeit, die Menschen für ein Verbrechen verbüßen, immer länger. Man sieht es am gnadenlosen Urteil gegen manche hinlänglich bekannte Manager: Sie sind ohne jede Chance, in absehbarer Zeit als Führende ins Freie entlassen zu werden. Auf überfüllte Gefängnisse antwortet die Demokratie mit Vollzug in Ausweichquartieren: immer wieder neuen Chefsesseln. hades

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