Laut IAI wird Israel die Bundeswehr mit Fähigkeiten zur »Spionage, Überwachung und Aufklärung« durch »unbemannte Luft-Vehikel« (UAV) ausstatten. So werde eine Lücke des bisherigen Systems zur »Abbildenden Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes« (SAATEG) gefüllt. Gemäß dem »Multi-Millionen-Euro«-Vertrag werde die Bundeswehr das Waffensystem ein Jahr lang leasen, mit der Option, die Laufzeit um zwei Jahre zu verlängern.
Das SAATEG-Programm werde einen erheblichen Beitrag zu »umfassendem Situationsbewusstsein« im Norden Afghanistans leisten, indem die deutschen Truppen dort in Echtzeit Überwachungs- und Aufklärungsdaten erhalten könnten, hieß es weiter. Nach Angaben der IAI sollen die Flüge schon im März 2010 beginnen.
Im Gegensatz zu üblichen Drohnen, die heute bei der Bundeswehr im Einsatz seien, hätten die israelischen Maschinen die Fähigkeit zu einem größeren »Fußabdruck«, sogar bei schlechtem Wetter.
Rheinmetall Defence und sein Partner IAI würden das System Heron MALE liefern (MALE = Mittlere Höhe, Lange Ausdauer) sowie die Logistik »im Theater« (Fachbegriff für Einsatzgebiet). Die Missionen würden jedoch von Militärpersonal der Bundeswehr durchgeführt und kontrolliert werden. Laut Darstellung der IAI setzen Kanadier, Australier und Franzosen das israelische Aufklärungssystem in Afghanistan bereits ein. Die Heron-Drohnen haben eine Flügelspanne von 16,6 Metern und ein Startgewicht von 1,2 Tonnen. Sie können etwa 10 Kilometer hoch fliegen und 30 Stunden in der Luft bleiben.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
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