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03.11.2009

Terroranschlag in Rawalpindi

Weiteres Selbstmordattentat in Pakistan tötete Dutzende nahe dem Armeehauptquartier

In der Nähe des Hauptquartiers der pakistanischen Armee hat ein Selbstmordattentäter am Montag Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen.

Rawalpindi (Agenturen/ND). Nach Polizeiangaben wurden bei dem Attentat vor einem Einkaufszentrum in Rawalpindi mindestens 35 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt. Laut Darstellung eines Polizeisprechers steuerte der Attentäter auf einem Motorrad auf eine Schlange von Arbeitern zu, die vor einer Bank für ihre Gehälter anstanden, und zündete den Sprengsatz. Es ist der zweite schwere Anschlag in Pakistan in nur einer Woche. Am Mittwoch war die Großstadt Peshawar im Nordwesten Pakistans von einem schweren Autobombenanschlag erschüttert worden, bei dem mehr als 130 Menschen starben.

Wie ein AFP-Reporter berichtete, glich der mit Blut bedeckte Boden nach dem Anschlag einem Schlachtfeld. Zerfetzte Körper wurden teilweise bis zu 50 Meter weit geschleudert. Auf den Straßen lagen verkohlte Fahrräder und Schuhe. »Unser Haus wackelte wie bei einem Erdbeben, draußen war überall Rauch und Körperteile flogen in unser Büro«, sagte eine Augenzeugin. Das Einkaufszentrum in Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad beherbergt neben der Bank und Geschäften auch ein Luxushotel. Nicht weit entfernt befindet sich das Hauptquartier der pakistanischen Streitkräfte. Dort hatten erst Anfang Oktober islamistische Rebellen das Quartier gestürmt. Bei Kämpfen und einer Geiselnahme waren mindestens 19 Menschen getötet worden.

Aus Furcht vor Anschlägen wollen die Vereinten Nationen alle internationalen Mitarbeiter aus dem Nordwesten Pakistans abziehen. Eine UN-Sprecherin sagte, die Beschäftigten in der Nordwest-Grenzprovinz und in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan würden »unverzüglich« versetzt. Ende Oktober hatte bereits das Welternährungsprogramm die Verteilung von Lebensmittelhilfen im Nordwesten Pakistans eingestellt. Zuvor waren bei einem Anschlag auf den Sitz der UN-Organisation in Islamabad fünf Mitarbeiter ums Leben gekommen. Bei einer Serie von Anschlägen starben in Pakistan in den vergangenen zwei Jahren fast 2400 Menschen. Die meisten Attentate werden der Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zugeschrieben.

Aus Süd-Waziristan, wo derzeit 30 000 pakistanische Soldaten in einer Großoffensive gegen Taliban-Kämpfer vorgehen, meldete die pakistanische Armee am Montag einen weiteren Erfolg: Die Taliban-Hochburg Kanigurram sei eingenommen und »komplett von Terroristen befreit« worden, erklärte ein Armeesprecher. »Jedes Haus« sei durchsucht und das Gebiet von Minen und Bomben befreit worden. Erst vor gut einer Woche hatte die Armee das Heimatdorf Kotkai des gesuchten TTP-Führers Hakimullah Mehsud nach erbitterten Kämpfen eingenommen.

Für Hinweise auf den Verbleib Mehsuds und 18 weiterer Taliban-Chefs setzte die pakistanische Regierung am Montag insgesamt eine Belohnung von umgerechnet rund fünf Millionen Dollar aus. Jeder, der sie »lebend oder tot« fasse oder Hinweise habe, wo sie sich aufhalten, werde von der Regierung dafür belohnt, hieß es in einer in den pakistanischen Medien veröffentlichten Erklärung.

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