Sebastian Hennig 10.11.2009 /

Apokalyptische Gesellschaft

»Ohne uns!« – Alternative Kultur im Elbtal

In der Prager Spitze: »Society apokalyptisch«, 1978/80 von Hartmut Bonk

Gottfried Benn pries die »Ausdruckswelten«, das Reich des Kunstwerkes als Alternative zum »Leben – niederer Wahn«. Die Kunst bedeutet Gegenwelt an sich. In ihrem Bereich wird das Unstillbare gemäßigt, das Ungesonderte gerinnt zu reiner Form. In diesem Sinne ist die Kunst immer Alternative und eine alternative Kunst wäre eine Tautologie, wie ein vitales Leben. Es gibt freilich auch ein Leben, das die Bezeichnung nicht verdient. Das Gefühl, lebendig begraben zu sein, hat seit 1815 die deutschen Künstler nie mehr ganz entlassen. Dagegen setzten die Frühromantiker eine Haltung des erregten Lebens.

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