Hans-Dieter Schütt 28.11.2009 /
Bücher zum Verschenken 2009

Von Kleingeist und Menschheit

Werner Makowskis Lyrik ist hochgemut heiter – wegen so trauriger Zeiten

In einer Art Nachwort, einem »Brief an einen jüngeren Weggenossen«, benennt Werner Makowski sein Credo: Schönheit sei herstellbar, die Welt verbesserungsfähig, das Leben gestaltbar. »Wenn der Inhalt bitter ist, die klassischen Formen sind heiter.« Und so strahlen diese Gedichte – viele kleine Meisterstücke elegantest gesetzter Genauigkeit und Stimmigkeit – einen verblüffend souveränen Bejahungscharme aus. Kaum verwunderlich, dass dies in Polemik wider Heiner Müller enden muss, »das bietet jedes Magengrimmen/ als Weltschmerz … Der Mensch ist ein Tier,/ sagt das, und zündet die Zigarre./ Ja, sagen wir, aber die Mühe lohnt,/ es kann ein Mensch werden, /trotz furchtbarster Wahrheit,/ jetzt und auch fürderhin«.

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