Hendrik Lasch, Dresden 01.12.2009 / Inland

Justiz nur noch halb offen

Nach Marwa-Mord plant Sachsen Eingangskontrollen an Gerichten

Sachsen rühmte sich bisher einer »offenen Justiz«. Nachdem aber im Juli eine Ägypterin in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, wird das anders: Geplant sind Eingangskontrollen auch an kleinen Gerichten. Woher das Personal kommen soll, ist unklar.

Im Landgericht Dresden gab es seit längerem einen Metalldetektor. Die Anschaffung des Gerätes war im Zuge einer Gefahrenanalyse durch das Landeskriminalamt (LKA) im Jahr 2007 empfohlen worden. Der Detektor stand allerdings im Keller und wurde nur bei sehr brisanten Verhandlungen hervorgeholt. Der Termin am 1. Juli, bei dem es um eine Beleidigung auf einem Spielplatz ging, zählte nicht dazu. Deshalb konnte der Angeklagte Alex W. ein Messer in den Gerichtssaal bringen, mit dem er die 31-jährige Zeugin Marwa el-Sherbini erstach.

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