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Von Michael Lenz
09.12.2009
Weltklimagipfel

Kühe, Kohle und Klimaleugner

Warum Australien den größten Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen hat

Eigentlich wollte die sozialdemokratische Regierung Australiens den Klimaschutz stark voranbringen. Doch kurz vor dem Kopenhagen-Gipfel gab es eine bittere Niederlage.

Rinder und Schafe verdauen ihre Mahlzeiten lautstark. Die entstehenden Methangase machen elf Prozent der australischen Treibhausgasemissionen aus.

Aber natürlich ist nicht das liebe Vieh der Verantwortliche dafür, dass das Land »down under« mit mehr als 20 Tonnen pro Kopf inzwischen weltweit die Nummer eins bei den Treibhausgasemissionen ist. Jeder private Haushalt erzeugt durch Autoverkehr, Energieverbrauch und Abfall durchschnittlich 15 Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Am schlimmsten aber ist der Energiesektor. Phil Freeman von der Umweltorganisation »Australian Conservation Foundation« klagt: »85 Prozent unseres Stroms wird aus Kohle erzeugt. Und wir haben einige der größten und schmutzigsten Braunkohlekraftwerke der Welt.« Der fossile Energieträger wiederum stammt aus heimischen Bergwerken. Die Förderung von Kohle, aber auch von Erzen und Uran, trägt ebenfalls zum gewaltigen CO2-Ausstoß bei. Australien ist so reich an Bodenschätzen, dass sie als wichtigstes Exportgut bisher die Grundlage des wirtschaftlichen Wohlstands bilden. Hauptkunden für Kohle sind das energiehungrige China wie auch andere asiatische Länder, deren Energieproduktion auf Kohleverstromung basiert.

Die Labor-Regierung unter Ministerpräsident Kevin Rudd hatte sich vorgenommen, den Klimaschutz voranzubringen. Sie legte in diesem Jahr ein ehrgeiziges Gesetz auf, nach dem bis 2020 der heimische Energiebedarf zu 20 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. Die Einführung eines Handels mit CO2-Emissionsrechten, Kernstück der Klimapolitik Rudds, ist jedoch in der vergangenen Woche in der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, kläglich gescheitert. Anstatt sich für die notwendige Mehrheit die Unterstützung grüner sowie unabhängiger Senatoren zu sichern, setzte der Premier auf den gemäßigten Chef der größten Oppositionspartei, Malcolm Turnbull. Dessen konservative »Liberal Party« besteht aber mehrheitlich aus Leugnern des Klimawandels sowie Lobbyisten der Bergbau- und Energiekonzerne, die den Emissionshandel um jeden Preis verhindern wollen. Turnbull gelang es nicht, seine Partei von der Dringlichkeit einer umfassenden Klimapolitik zu überzeugen. Wenige Stunden vor der entscheidenden Abstimmung im Senat wurde er von seiner Fraktion gestürzt. Das Gesetz scheiterte an einer kuriosen Koalition aus Grünen, denen es nicht weit genug geht, und Liberalen, denen es zu weit geht.

Ein etwas skurriler Vorschlag zum Klimaschutz kommt von Wissenschaftlern, die in einer Studie anregten, mindestens 30 Prozent der Rinder und Schafe als Fleischlieferanten durch Kängurus zu ersetzen. Dies könnte Australiens Treibhausgasausstoß um immerhin drei Prozent reduzieren.

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