Hannes Hofbauer, Wien 21.12.2009 / Ausland

Washingtons Strategie für Tbilissi

Wenn ein pensionierter US-General aus der Schule plaudert

Mitten in der Vorweihnachtszeit lud die Wiener »Gesellschaft für politisch-strategische Studien« zum Gespräch über den georgisch-russischen Krieg des Sommers 2008. Der pensionierte US-General Ronald S. Mangum, Militärberater des georgischen Verteidigungsministeriums, erklärte eine Stunde lang Offizieren des offiziell neutralen Österreich, dass Moskau den Krieg vom Zaun gebrochen habe, und was Georgien beim nächsten Mal besser machen müsse, um als Sieger vom Feld zu gehen.

Die österreichische Landesverteidigungsakademie bot den passenden Rahmen für die kriegerischen Töne des abgerüsteten Brigadegenerals. Direkt unter dem mächtigsten Wiener Flak-Turm, der 1942 von der Wehrmacht gegen alliierte Luftangriffe gebaut worden war, traf sich die heimische militärische Elite in der Stiftskaserne zum Gedankenaustausch. Ex-General Ronald S. Mangum trat im Salzburger Trachtensakko auf, rote Krawatte, schütteres Haar. Als aktiver US-amerikanischer Offizier war er bis 2003 Leiter eines »Spezialoperationskommandos« in Südkorea. Ausgebildeter Ranger für Spezialeinsätze, Fallschirmjäger und Agent für zivile Angelegenheiten ..., so liest sich die Vita des Militärs, der als Mann des Armeenachrichtendienstes an vielen Orten des Globus im Einsatz gewesen ist. In der Rente berät er seit ein paar Jahren die georgische Regierung. Gemeinsam mit neun weiteren US-Offizieren, so bekennt er freimütig, entwickelt er mit dem Verteidigungsministerium eine nationale Sicherheitsstrategie und war auch während des georgisch-russischen Krieges im August 2008 vor Ort.

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