München (dpa/ND). Nach einer sechs Wochen langen Besetzung durch protestierende Studenten hat die Polizei am Montagmorgen das Audimax der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) geräumt. Etwa 25 verbliebene Besetzer seien von den Beamten aufgefordert worden, das Universitätsgebäude unverzüglich zu verlassen, teilte die Polizei mit. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen. Die Studenten gingen freiwillig, wie LMU-Präsident Bernd Huber bestätigte. »Mit der Besetzung sind inzwischen allgemein-politische Ziele verfolgt worden, für die eine einzelne Uni wie die LMU nicht in Haftung genommen werden kann«, begründete Huber die Räumung.
Von November an hatten die Studenten im Kampf um bessere Studienbedingungen das Auditorium Maximum der LMU besetzt gehalten. Am 1. Weihnachtsfeiertag war das Gebäude abgeriegelt worden. Die Besetzer wurden hinaus-, aber nicht mehr hineingelassen. Am Montagmorgen dann das Ende: »Die Studenten hatten fünfzehn Minuten Zeit, ihre persönlichen Sachen an sich zu nehmen, bevor sie einzeln unter Polizeischutz nach draußen begleitet wurden«, hieß es in einer Mitteilung der Studenten. Sie seien anschließend in einen Ausweichraum umgezogen, um das weitere Vorgehen zu planen. Es seien »Aktionen und Plenum« geplant, hieß es.
Malte Pennekamp, Sprecher der bayerischen Studierendenvertretungen, erklärte: »Mit der Räumung des Audimax der LMU haben die Besetzungen in Bayern vorläufig ein sehr unrühmliches Ende gefunden.« Dieses Ende müsse ein Anfang sein, um die Probleme im Bayerischen Hochschulwesen anzugehen, denn die Wut der Studierenden habe ihre Berechtigung.
Seit Wochen demonstrieren bundesweit Studenten unter anderem für eine Abschaffung der Studiengebühren sowie mehr Mitsprache bei Lehrplänen und den Finanzen der Hochschule. In vielen Städten, so auch in Bayern, hatten sie in den vergangenen Tagen ihre Universitätsbesetzungen beendet.
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