Jürgen Vogt 07.01.2010 / Ausland

»In Kolumbien wollen dich alle Seiten töten«

Das kleine Dorf La Unión in der Friedensgemeinde San José de Apartadó versucht sich mit einem strikten Waffenverbot und internationalen Beobachtern zu schützen, so gut es geht

Die Schilder am Eingang des Dorfes sprechen für sich: »Waffen verboten.« Der kleine Weiler La Unión in den Bergen der nordkolumbianischen Provinz Antioquia widersetzt sich dem Krieg und der Vertreibung. Im Kampf zwischen Regierung, Paramilitärs und Guerilla gehören Waffengewalt und Tod zum Alltag. Um dem zu entkommen, sind nach UN-Schätzungen drei bis vier Millionen Kolumbianer auf der Flucht im eigenen Land – fast jeder Zehnte der 42 Millionen Einwohner.

Der Hahn in La Unión ist zwar wachsam, Schutz gegen bewaffnete Überfälle vermag er freilich nicht zu bieten.

Die Sonne durchbricht die Regenwolken und trocknet die Dächer der Hütten entlang der kleinen Dorfstraße. Der kurze Schauer verwandelt sich in Schwüle. Kinder, Hühner und Schweine kommen heraus, lärmen durch den kleinen Weiler. Die Erwachsenen gehen auf ihre Felder. Mais und Bohnen werden dort angebaut, aber auch Bananen, Kakaobohnen, Zuckerrohr.

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