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Putschisten hoffen auf Amnestie

Tegucigalpa (epd/ND). Die Armeeführung in Honduras muss sich vor Gericht für den Staatsstreich vom vergangenen Juni verantworten, kann aber zugleich auf eine Amnestie hoffen. Am Donnerstag müssen Armeechef Romeo Vázquez und fünf weitere Offiziere zur Vernehmung vor dem Obersten Gericht erscheinen, teilte die Justiz mit. Damit kommt das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft nur teilweise nach. Sie hatte in der vorigen Woche nicht nur ein Gerichtsverfahren gegen die Armeeführung gefordert, sondern auch deren Verhaftung. Zugleich beschloss das Parlament auf Initiative des zukünftigen Präsidenten Porfirio Lobo, über eine Amnestie für die am Staatsstreich beteiligten Politiker und Militärs zu debattieren. Die Straffreiheit würde neben der Armeeführung auch Putschpräsident Roberto Micheletti betreffen.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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