Das Dossier »Führungswechsel in der LINKEN« beleuchtet mit Interviews, Reportagen und Kommentaren die Frage die anstehenden Entscheidungen zur Führungsspitze der LINKEN. Mehr
die hand, die schlägt, streichelt nun - wie darf ich das verstehen?. das niveau, das gysi beklagt, bedient er gut - oder ist es keine frage des niveaus sondern des machtkalküls? dann allerdings opfert er freundschaft dem kalkül? in jedem fall ist es eine perfide geste der unterwerfung. - irgendwie bekannt, irgendwie alt, irgendwie deutsch
Ich verstehe unter einer Partei eine Sammlung von Menschen,deren Haltung in wesentlichen Positionen übereinstimmend ist. Für eine spezialistische linke Partei sollte die Grundposition lauten: Überwindung des Kapitalismus und Schaffung einer neuen,gerechteren Ordnung. Gleichzeitig sollten sich Mitglieder einer solchen Partei einer gewissen Disziplin unterwerfen. Dazu würde auch gehören,daß Repräsentanten sich bei Meiungsverschiedenheiten,die ja normal sind,an einen Tisch setzen,diese ausdiskutieren und zu einem gemeinsamen Nenner finden.Nichts da von dem.Man greift sich gegenseitig in verschiedenen Medien an und sagt nicht warum.Gysi spricht an einem Tag von absolutem Vertauen zu Bartsch,am nächsten Tag bezichtigt er ihn der Illoyalität. Am übernächsten Tag liebt er ihn wieder. Bartsch bezichtigt Gysi in seiner Rückzugsbegründung praktisch der Lüge. Und Lafontaine,um den es ja wohl vor allem geht,schweigt. Warum? Zweifelsohne ist eine Krebserkrankung eine schwere Belastung, aber er ist doch nicht geisteskrank. Da muß er sich schon den Vergleich mit seinem seinerzeitigen Rückzug vom Vorsitz der SPD gefallen lassen. Gysi scheint sich auch gern in zweideutigkeiten zu ergehen. Hier drängt sich der Vergleich zu seinem Verhalten gegenüber der niedersächsischen LT-Abgeorneten Wegener auf. Auf sie prügelte er ein, ohne überhaupt den wirklichen Inhalt ihrer damaligen Äußerungen zur Kenntnis genommen zu haben. Bürgerlichen Blättern wird häufig mehr geglaubt als den eigenen Genossen. Hier wäre auch die Unsitte anzusprechen, sich über alle möglichen Medien zu äußern, die von einem großen Teil der Mitglieder und Sympatisanten gar nicht gelesen werden.Es liegen noch viele faule Eier im Nest der Linken. Z.B. Wer hat im vorigen Herbst Detekteien auf Lafontaine und Wagenknecht angesetzt und darüber den Focus informiert. War es gar Bartsch? Es gibt viel Raum für Spekulationen.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
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