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Bartsch setzt auf den Spielball

Bundesgeschäftsführer weist »Asyl«-Angebot der SPD zurück

Berlin (ND). Dietmar Bartsch hat den Lockruf der SPD, er möge bei ihr politisches »Asyl« suchen, zurückgewiesen. Das sei völlig indiskutabel, sagte der 51-Jährige am Samstag bei einer Landesvorstandssitzung in Rostock. Er sehe seine politische Heimat in der LINKEN und werde auch künftig in die Programmdebatte der Partei eingreifen. »Entscheidend ist der Spielball«, erklärte der Volleyball-Anhänger gegenüber ND.

Ein Parteienwechsel Bartschs, der von Fraktionschef Gregor Gysi öffentlich der Illoyalität gegenüber Parteichef Oskar Lafontaine bezichtigt worden war und daraufhin erklärt hatte, im Mai nicht wieder als Bundesgeschäftsführer zu kandidieren, war in der LINKEN von vornherein als unwahrscheinlich angesehen worden. »Da kenne ich Dietmar Bartsch viel zu gut. Der wird dort nicht hingehen«, sagte Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau. Parteivize Klaus Ernst, der mit für Bartschs Rückzug gesorgt hatte, äußerte nun launig: »Bevor Bartsch in die SPD geht, gewinnt Sigmar Gabriel einen Hundertmeterlauf.«

Der Chef der Thüringer Linksfraktion Bodo Ramelow hat derweil in einem Interview mit der Chemnitzer Freien Presse ein Frauen-Trio an der Parteispitze ins Gespräch gebracht. »Gesine Lötzsch, Petra Pau und Dagmar Enkelmann sind drei erstklassige Kandidatinnen«, erklärte er.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Führungswechsel in der LINKEN

    Das Dossier »Führungswechsel in der LINKEN« beleuchtet mit Interviews, Reportagen und Kommentaren die Frage die anstehenden Entscheidungen zur Führungsspitze der LINKEN. Mehr

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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