28.01.2010

Lafontaine sieht keine Dramatik

Bartsch: Gemeinsamkeit – oder Scheitern

Berlin (dpa/ND). LINKEN-Vorsitzender Oskar Lafontaine glaubt nicht an ein Zerbrechen seiner Partei, wenn er sich im Mai zurückzieht. »Es gab in der SPD solche Diskussionen nach Willy Brandt und bei den Grünen nach Joschka Fischer. Es ist keine Koketterie, wenn ich sage: Für die LINKE sehe ich das auch nicht so dramatisch«, sagte er dem Hamburger Nachrichtenmagazin »Stern«.

Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch, der wie Lafontaine und Lothar Bisky beim Parteitag Mitte Mai in Rostock nicht mehr kandidiert, mahnte im »Rheinischen Merkur« mehr Geschlossenheit an: »Wenn wir nicht den Geist der Gemeinsamkeit des Wahljahres wiederfinden, wird der Laden zusammenkrachen. Entweder es gelingt mit einer Mannschaftsleistung – oder wir werden grandios scheitern.«

Der designierte Ko-Vorsitzende der Linkspartei Klaus Ernst sagte MDR Info, er bemühe sich um die Unterstützung der gesamten Partei. »Ich weiß, dass es den Einen oder Anderen gibt, der denkt, ich bin dafür verantwortlich, dass sich Bundesgeschäftsführer Bartsch zurückgezogen hat.« Er erwarte nun, dass sich die Vernunft in der Partei wieder durchsetze. Die designierte Bundesgeschäftsführerin Caren Lay sagte der »Sächsischen Zeitung«, es seien noch Gräben zwischen Ost und West vorhanden. »Wir wollen sie schließen.«

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