Zeichnung: Harald Kretzschmar
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Eric Hobsbawn hat das zwanzigste Jahrhundert treffend als »Jahrhundert der Extreme« bezeichnet. Zwischen und in den politischen und ideologischen Extremen gedieh die Verdächtigungskultur. Markante historische Daten wurden zu Symbolen der zu Beginn des Jahrhunderts noch sozialdemokratisch vereinten Linken: Bewilligung der Kriegskredite, Oktoberrevolution, Novemberrevolution, Gründung der KPD, Ebert, Noske und Scheidemann, Luxemburg und Liebknecht, Räterepublik. Sozialdemokraten und Kommunisten gingen getrennte Wege und schlugen aufeinander ein, statt ihre Kräfte gegen Hitler zu vereinen. Das rächte sich bitterlich. Abtauchen, Exil oder Widerstand und Konzentrationslager waren verbliebene Möglichkeiten für die politische Linke bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Zwischenzeitlich hatte Stalin »den Wärmestrom in der Geschichte«, wie Heinrich Mann die Oktoberrevolution nannte, in der sibirischen Kälte des Gulag erstarren lassen. Der Kalte Krieg besetzte nach dem heißen Krieg die Herzen und Hirne vieler Menschen. Die Verdächtigungskultur integrierte die sehr unterschiedlichen politischen Entwicklungen in hilfreiche Schablonen: Stalinisten hier, Arbeiterverräter da, »Sozialdemokratismus« auf der einen und »Kommunisten« auf der anderen Seite galten als kaum zu überbietende pejorative (abwertende) Bezeichnungen. Die Verdächtigung, der einen oder anderen »Kategorie« zuzugehören, reichte zur vernichtenden Abstempelung des jeweils so Benannten.
Der Kalte Krieg war die Blütezeit der Verdächtigungskultur, und alle, die da hofften, sie würde mit ihm verschwinden, gingen in die Irre. Gewiss, sie ist heute abgemildert, aber sie strahlt noch weitläufig aus, als ob man immer noch dem Frieden nicht so ganz trauen könne: als hätten die Kommunisten noch Budjonnys Reiterarmee im Verborgenen zur Verfügung oder die Sozialdemokratie Noske im Hinterhalt versteckt.
Die Rechte freut sich diebisch. Sie hat, von den Rechtsextremen abgesehen, Hitler aus ihrer Geschichte entsorgt und Stalin gegen die Linke wiederbelebt: Die Enkel Hitlers siegen über die Enkel Stalins, und die Schabowskis werden auch die dritte Wendeschleife unbeschädigt drehen. Das Phänomen der Verdächtigung wird man nicht beseitigen, politische Denunziation nicht durch Dekret abschaffen können. Was aber machbar ist, wäre im 21. Jahrhundert die Suche nach zeitgemäßen Lösungen neuer Problemlagen ohne ein Mitschleifen der Schablonen der Verdächtigungskultur.
Stefan Heym, einst von Bürgerbewegten als »Nestor« der friedlichen Revolution benannt, gab die Auszeichnungen, die er als Angehöriger der amerikanischen Armee im Kampf gegen die Hitler-Armee bekam, wegen des Koreakrieges zurück, behielt aber seine Haltung als Sozialist auch gegen Attacken des Politbüros der SED bei und wurde als Alterspräsident des Deutschen Bundestages brüskiert: Am Abend vor seiner Rede ging die Lüge durch die Sender, er habe Stasi-Kontakte gehabt. Nach seiner Rede blieb die CDU-Front mit einem offensichtlich schlecht gebildeten Historiker an der Spitze und mit den einstigen Blockfreunden der SED vereint in provokativer Haltung formiert – für alle Medien erkennbar. Motto: Wer mit der PDS etwas macht, egal was, ist des Hochverrats auf jeden Fall verdächtig oder längst überführt.
Seit zwei Jahrzehnten höre ich jetzt ohne nennenswerte Pause, dass die Partei, die ich vertrete, längst oder bald gestorben sein wird. Seit zwei Jahrzehnten verdächtigen mich die Blockfreunde von einst, sie seien lernfähig, wir aber nicht. Seit zwei Jahrzehnten bin ich für die Vergehen von Lenin, Stalin, Ulbricht und Honecker verantwortlich und verdächtig, irgendetwas gegen das Grundgesetz im Schilde zu führen. Ich weiß, diese Verdächtigung wird bleiben.
Muss aber die Verdächtigungskultur der Linken gegeneinander bleiben? Ich finde nicht. Das Wort »Versöhnung«, das Platzeck benutzt, scheint mir nicht besonders treffend. Ich möchte mich aber ohne jegliche Verdächtigung mit anderen Linken über »Fragen moderner, also vorsorgender Gesellschaftspolitik« (Platzeck) verständigen können – und zwar unabhängig von der Bewilligung der Kriegskredite durch die SPD und den Verbrechen Erich Mielkes.
Die Geschichte bleibt. Sie lässt sich weder entsorgen noch »bewältigen« oder hinter Schlussstriche zwängen. Sie lässt sich aber diskutieren ohne verdächtigungskulturelle Hintergründe. Voraussetzung dafür ist, sich gegenseitig Lernfähigkeit zuzugestehen, auch Mitgliedern anderer Parteien. Es sollte das Vorurteil der Konservativen bleiben, sich allein Lernfähigkeit zuzuschreiben und andere auszugrenzen. Exklusion unter- oder gegeneinander scheint mir für eine plurale Linke, wie sie sich praktisch herausgebildet hat, unbegründet und unangemessen. Inklusion bedeutet ja nicht, eigene Überzeugungen und Ziele preiszugeben, sondern sich auf einige Gemeinsamkeiten zu einigen, die sich im Alleingang nicht verwirklichen lassen. Das durchsichtige Ausgrenzungsritual der CDU bindet die SPD strategisch an Große Koalitionen und in die Opposition. Am Ausgrenzungshalsband führt die CDU die SPD vor und durchs Land.
Verdächtigung entsteht sowohl aus Unsicherheiten als auch aus übertriebenen Gewissheiten, vulgär: Rechthaberei. Die erbitterten Kämpfe um die »richtige« Auslegung der programmatischen Gerippe, an die sich alle klammern, wurzeln eher in einer Furcht denn in einer produktiven Nutzung von Pluralität.
Interessenvertretung arbeitender Menschen ist im 21. Jahrhundert komplizierter geworden, wo es neben der Industriearbeiterschaft nunmehr auch ein »Informationsproletariat« zu vertreten gilt, das in einem weiten Sinne mit der Produktion, Verbreitung und Speicherung von Information befasst ist, vorwiegend in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in Routine und Kreativität: den Rohstoff Information nutzend, ohne ihn zu verbrauchen. Die Informations- und Wissensgesellschaft schiebt sich in die Industriegesellschaft. Beide ergeben eine neue soziale Mixtur, eine Architektur der Gesellschaft, die nicht nur in traditionellen Bahnen läuft.
Pluralität und Produktivität zusammen zu denken, die Unterschiedlichkeit als Chance, nicht als Gefahr zu nehmen, das fällt durchaus schwer. Dabei hat die Skepsis von Linken gegen die Veränderungen gute Gründe. Der Neoliberalismus hat die Liberalisierung der Märkte in die Finanzkrise gesteuert, die Flexibilisierung der Arbeit in das Prekariat, die Privatisierung in ein Instrument zur zügellosen Enteignung der Kommunen und Nationen zugunsten der Aufrechterhaltung des Casino-Kapitalismus. The winner is … Ackermann. Wer wollte da noch der Verdächtigungskultur widerstehen!
Die praktizierte Verdächtigungskultur heißt Denunziation. Denunziert wird zumeist nicht die Nachricht. Sondern die Denunziation bleibt am Überbringer der Nachricht kleben. Die Geschichte des Staatssozialismus ist reich an Geschichten, in denen die Politbüros nicht die kritisierten Zustände beseitigten, sondern diejenigen straften, die über sie berichteten. Sachlich ging und geht es um Verunglimpfung der Nachrichtenquelle. Subtile Methoden gestatten erfahrenen Denunzianten, sich der Denunziation des einen durch Anbiederung beim anderen zugleich zu bedienen. Ideologische Scharfrichterei feiert heute gelegentlich im Internet fröhliche Urständ, als hätte es die verhängnisvolle Denunziationsgeschichte der Linken nie gegeben.
Vor längerer Zeit sah ich einen sowjetischen Film. Es könnte »Schlacht unterwegs« gewesen sein. Darin gibt es eine Szene, in der ein Parteimitglied eines Werkes den Parteisekretär anruft, um sich bitter über ein anderes Parteimitglied zu beschweren. Der Parteisekretär unterbricht diese Denunziation und verbindet telefonisch den Kritisierer mit dem Kritisierten. Eine symbolträchtige Szene aus Tauwetter-Zwischenzeiten. Endlich wäre es möglich, diese Methode in Parteien zur Alltagskultur zu entwickeln. Es handelt sich um wahre Denunziationshemmer und Entwicklungsbeschleuniger einer produktiveren politischen Kultur.
Das Eigentümliche von gegenwärtigen Denunziationen besteht in der Tatsache, dass dem Wesen ideologischer oder politischer Denunziation die Abweichungsvermutung unterstellt ist, eine Abweichung von der vermeintlich richtigen »Linie« sei gegeben. Nun gibt es gerade in pluralen Parteien keine eindeutige Linie, von der man Millimeterabweichungen messbar nachweisen könnte. So wird denn von einer mutmaßlichen Abweichung als einer vermuteten scharfen Trennlinie ausgegangen – ein absurder Vorgang.
Vergleichbar ist er mit der Manipulationserwartung gegenüber Massenmedien. Gerade unter Linken ist der Manipulationsverdacht gegenüber Medien weit verbreitet, und das nicht selten berechtigt. Zugleich wird alles, was Medien berichten, für bare Münze genommen. So nimmt man gerade Äußerungen anderer Linker, die direkt oder indirekt oder gewissermaßen als Metaäußerungen oft aus jeglichen Zusammenhängen gerissen sind, wie empirische Beweise. So mutiert die Manipulationserwartung überraschend zur Beweislast.
Wer sich sorgfältig mit den zahlreichen Revisionsverfahren nach der Wende befasst, kann studieren, wie aus Zusammenhängen gerissene Äußerungen zur Knetmasse von Parteirepressionen geformt worden sind. Eine Lehre daraus sollte sein: präzise mit Äußerungen, mit Texten umzugehen, den Humus für Verdächtigungskulturen austrocknen zu lassen. Es liegt in unserer Hand, aus derartigen Lehren denunziationsfreie Kommunikationsräume zu entwickeln.
Zuerst erschienen in »Disput«, Januar 2010
Das Dossier "Führungswechsel in der LINKEN" beleuchtet mit Interviews, Reportagen und Kommentaren die Frage die anstehenden Entscheidungen zur Führungsspitze der LINKEN. Mehr
Lothar Bisky ist etwas gutmütig. Nach einer so langen Zeit als professionller Politiker ehrt das seinen Charakter. Die Verdächtigungen der PDS und der LINKEN werden nur aufrechterhalten, damit man sie möglichst schlechte Wahlergebnisse haben. Wer den Zweck will, muss auch die Mittel wollen, zitierte Nietzsche die praktische Politik.
Der Titel: "Verdächtigungskultur" deutet es auch an.
Wie wenig REDLICH die "verdächtigenden" und "denunzierenden" Gegner, auch die Medien, sind, darüber herrschen viel zuviele Illusionen.
Die Herrschaft über Leben und Tod sowie über die Existenz der Meschenn, die der Politik gegeben ist,
und die hohen Moralfoderugne an dieselbe hervorbringen,
findeg erstaunlcih wenige Mittel auf der Höhe ihrer Macht.
Da Politik stadessen immer die Tendenz zum "Catch as catch can" hat, ist die extreme Spannung zu den berechtigten hohen moralischen Forderungen schon immer mindesten die Qulle von "Rachehumnor" der Gebeutelten gewesen.
Die meisten feineren Geister geraten in tiefe Krisen,
was die Funktionsweise ihrer Mitmenschen angeht.
Da sich hier in dDEutschalnd die Leiute an Kaisertum, Welrtkreig ud Faschismus sowie autoritäre Strukturen aller Art "gewöhnt" haben, sind Zweifel mehr als berechtigt.
So leichtgläubig Vorurteilen aufsitzen mit "tödlichen" und "existenziellen" Konsequenzen?
Nun, Denkverweigerung durch Einschüchterung und dauernde Übungsunterdrpückung.
Nun, die Politiker "transzendiern" sich eben von den in ihren Augen "Launen" des Wählers.
Das einzige was hilft, ist die unglaubliche UNREDLICHKEIT der Angreifer darzulegen.
Zweierlei Mass, fast immer und überall.
Die Politik der Angst krönt sich eben im schhnellen und großen Erfolg von Verdächtigungen.
Da hilft nur wirklicher Schutz vor STAATSTERORISMUS und Gewalt aller Art. Die kommt viel mehr von "offizieller Stelle", als es die Menschen wahr haben können wollen.
Was die Partei nach 1989 an Grundsatzpapieren produziert hat, war immer mit Quirelen behaftet. "Vordenker" standen allemal hoch im Kurs, zumal "die Basis" stets eine sehr diffuse Gemengelage offenbarte. 20 Jahre einigte die Mitglieder kein überzeugendes und bewegendes Programm. Also rieben sich alle aneinander.
Hallo Herr Sobotka, meine obigen Zeilen zum gefährlichen Wisssen bezogen sich auf Ihren Satz:
"Doch beginnt man, über die Manipulationsmittel des faulen Systems aufzuklären, über Zustände, die von den Medien verschwiegen werden usw., dann beginnt man, die Existenz des faulen Systems zu gefährden, ..."
Um es an einem Beispiel zu erläutern:
so Andreas Hauß auf: mai2.eu
Es sieht nach einer parallelen Befehlstruktur aus, mindestens die KSK befolgt die Befehle von sonstwem, diese Vermutung habe ich vor Monaten dem MdB Michael Leutert mal so ins Stammbuch geschrieben. Eine Antwort folgte nicht.
Aber dieser MdB, ein Unterstützer von BAK Shalom, gibt empörte Presserklärungen ab, wenn jemand von seinen Kollegen den israelischen Präsidenten nicht mit stehenden Beifall ehrt.
NATO-Bericht zum Oberst Klein dar (lt. Spiegel):
""Klein, so das Urteil des Abschlussberichts der Nato, "isolierte sich vom System der gegenseitigen Kontrolle und gemeinsamen Verantwortung". Die Bundeswehr hat die Rolle der Task Force und damit des KSK bisher stets heruntergespielt. Die Nato hingegen konstatiert in ihrem Bericht, "dass der Einsatz hauptsächlich vom Personal der Task Force 47 initiiert und ermöglicht wurde".
Zudem haben Oberst Georg Klein und sein Fliegerleitoffizier den Piloten der zwei F-15-Kampfjets vor der Bombardierung der beiden von Taliban entführten Tanklaster entscheidende Informationen vorenthalten. Dem SPIEGEL sagte einer der Piloten jetzt, er habe die ganze Nacht kein gutes Gefühl gehabt. Der US-Pilot erwog sogar, den Einsatz über Kunduz abzubrechen, da er spürte, dass der deutsche Kommandeur am Boden das Bombardement um jeden Preis wollte. "
Die nahe liegende Frage, WARUM die TF47 diese herausragende Rolle spielte, WARUM da unbedingt bombardiert werden sollte, WARUM die Piloten und nicht nur sie angelogen wurden - diese Frage stellt offenbar niemand."
Andreas Hauß auf mai2.eu
Dieses gefährliche Wissen hält eher von der politischen Arbeit ab,
oder macht diese sogar unmöglich, weil es zu inneren Konflikten führen
würde: Ein Wissen das nicht angewendet, praktisch umgesetzt oder
irgendwie psychisch-entlastend eingesetzt werden kann, dass die
gesamte politische Existenzweise und das Selbstbild der LINKEN
Funktionäre und Mandatsträger lächerlich machen könnte, ein Wissen,
das die Erwartungen an den parteipolitischen und parlamentarischen Prozess als naiv bzw. unrealistisch offenlegen würde, muss ausgegrenzt, wenn nicht sogar bekämpft werden.
Andererseits würde es uns auch befreien. Die Wahrnehmung und offene Kritik der uns umgebenden und unser Denken zersetzenden medialen Manipulations-
und Kontrolltechniken ermöglichte erst einen radikalen Bruch mit
Vermittlung und Präsentation des Scheins von Politik. Erst das
Eingeständnis, dass der jetzige innergesellschaftliche Zustand
und die globalen Kriege Ergebnis dieser jahrelangen Wirkung von belegbaren Manipulations- und Kontrolltechniken sind, erlaubt uns den Bruch mit der herrschenden Politikroutine, die oftmals nur ein Widerschein ihrer eigenen
betrügerischen Vermittlung und Präsentation ist.
kann uns befreien. Wenn unter "politischer Arbeit" verstanden wird, Wahrheiten zu ignorieren und unter den Teppich zu kehren, dann werden dem Irrsinn und dem Unrecht alle Türen geöffnet.
Wenn es Potential für Konflikte gibt, dann müssen die dahinter stehenden Gründe ausdiskutiert werden, muss das Konfliktpotential letztlich beseitigt werden. Nur so wird man auch verkappte Konterrevolutionäre / Agenten von Kapital und Staatsschutz los, nur so gelangt man zu wirklich fundierten politischen Inhalten und Vorgehensweisen.
Es hatte schon seine Gründe, dass die GRÜNEN in ihren Anfängen, als sie Transparenz in allem forderten und praktizierten, von allen systemkonformistischen Kräften nach Strich und Faden verteufelt wurden.
Der Weg zur Änderung menschenfeindlicher gesellschaftlicher Zustände ist kein bequemer: Er ist mit Dornen, Krähenfüßen und Tretminen gepflastert.
Winfried Sobottka, United Anarchists
Ich finde vieles richtig, was Lothar Bisky schreibt. Das mit den Verdächtigungen und der fehlenden Toleranz gegenüber anderen Meinungen, allein schon innerparteilich! Aber Lothar, wenn du jetzt auf die Ablösung von Dietmar Bartsch anspielst, wie war das 2003, als du selbst beteiligt warst an der Ablösung von Uwe Hiksch als Bundesgeschäftsführer und der gesamten damaligen PDS-Führung mit Gabi Zimmer an der Spitze, die ihr auf eure Seite gezogen und nach Straßburg versorgt habt?!?
www.vsp-vernetzt.de/soz/0306062.htm
Man darf doch nur von andern fordern, woran man sich auch selber hält, oder?
Der Link funktioniert leider nicht:
www.vsp-vernetzt.de/soz/0306062.htm
Sonst unter "Gera PDS Putsch" googeln.
Sehr geehrter Herr Bisky
Warum sind die Linken die ewigen Verlierer? Vielleicht Weil sie es nicht schaffen die Bewusstseinsteuerung- und Kontrolle der Öffentlichkeit zu thematisieren und massenwirksam Schlüsse daraus zu ziehen.
video.google.com/videoplay?docid=7627198159872984011#
Die Phoenix-Doku “Germany made in USA” zeigt
- wie die USA Westdeutschland nach ihren Vorstellungen schufen
- die SPD wurde schon in der Nachkriegszeit vom CIA unterwandert
- die Parteien wurden auf breiter Front finanziell unterstützt
- auch Willi Brandt bekam Geld von der CIA
- die Teilung Deutschlands sollte absichtlich bestehen bleiben
- unliebsame Organisationen wurden unterwandert und gespalten
- rechtsextreme Organisationen wurden vom CIA aufgebaut und gefördert!
- diese führten eine “Todesliste” kritischer SPD-Politker
- Brzezinski war schon damals an der Indoktrinierung beteiligt
- gezielte “Gehirnwäsche” durch Kultur, Film und Medien
- Hauptzielgruppe waren Intellektuelle und kulturelle Meinungsführer
- die USA sollten als die überlegene Zivilisation dargestellt werden
- die Gewerkschaftsbewegung wurde “im großen Stil” unterwandert
- mit dem Schumann-Plan und gezielter Bestechung betrieben die USA die Gründung der EU (damals EG)
Die Frage lautet: Waren das marginale Phänomene oder war/ist das gesellschaftsstrukturierend, mentalitätsbildend, begründete der US-Kulturimperialismus eine weitverbreitete emotionale Stereotypisierung? Hat die LINKE hier vielleicht was übersehen, Herr Bisky?
Solaris Post
Politik- und Medienanalyse Sachsen
(ehm. Mitglied in der WASG Leipzig)
Die Methoden der gesellschaftlichen Hirnwäsche sind den wenigsten wirklich bekannt. Natürlich sagen aller voller Überzeugung: "Ich lasse mich nicht von Werbung beeinflussen!" Und dabei haben sie keine Ahnung, denn unterschwellig wirkt Werbung bei jedem, der die Mechanismen nicht wirklich kennt.
Dass Die Linke sich nicht damit befasst, dürfte verschiedene Gründe haben. Zum einen würde sie damit auch sich selbst ins Abseits stellen, schließlich fehlt es ihr an einer klaren grundlegenden Konzeption, wie bereits der Umstand verdeutlich, dass sich ein Spektrum von neoliberal bis fundamental marxistisch auch in der Bundesführung tummelt. Das wäre nicht möglich, gäbe es eine klare politische Grundkonzeption, doch diese Vielfalt ist von Gysi offenbar gewollt, wie die Zusammensetzung der Führung und der politische Maulkorb für Führungsmitglieder in Grundsatzfragen belegen.
Damit ist die Bundes- Die Linke nicht besser als alle anderen Parteien, damit ist sie auf die selben schrägen Methoden angewiesen, damit kann sie diese Methoden nicht entlarven.
Zudem würde die Entlarvung solcher Methoden die Entlarver völlig koalitionsunfähig aus Sicht der Lügen-Parteien machen, weiterhin die Entlarver auch tatsächlich gefährden: Man wird nicht wirklich politisch verfolgt, nur weil man z.B. das Unrecht von Hartz-IV beklagt und dessen Abschaffung fordert. Denn: Damit ändert man ja nichts.
Doch beginnt man, über die Manipulationsmittel des fau7len Systems aufzuklären, über Zustände, die von den Medien verschwiegen werden usw., dann beginnt man, die Existenz des faulen Systems zu gefährden, muss durchaus mit heimtückischer Ermordung rechnen. Das Selbe gilt, sobald man tatsächlich wirksame politische Vorgehensweisen entwickelt, propagiert und verfolgt.
Aus alldem erklärt sich, warum die Bundes- Die Linke kein Interesse daran hat, wirklich zu ändern, gleichbedeutend leider damit, dass sie auch nicht ändern wird.
Der Liochtblick an der Stelle ist tatsächlich Bodo Ramelow, was auch von den Systemkonformisten bestätigt wird: Führende Mitglieder aller anderen Parteien bildeten öffentliche Wortspitzen gegen die Beteiligung der Die Linke - Thüringen an einer Regierungskoalition, Bodo Ramelow, gegen den sich nichts fundiertes sagen ließ wurde von medien wie FAZ & Co. mit übelsten BILD-Methoden durch den Dreck gezogen.
Nicht annähernd (!) soviel Widerstand war meßbar, als "rot-rote" Koalitionen in Berlin und Potsdam zur Diskussion standen.
Winfried Sobottka, United Anarchists
Jede Unrechtherrschaft baut auf Angst. Wer Unrechtherrschaft überwinden will, muss die Angst überwinden.
Es gibt keine Alternative dazu.
Winfried Sobottka, United Anarchists
Preis: 12,95 €
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