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Teheran sendet Signale

Kurs Irans deutet auf Einlenken im Atomstreit

Teheran/Washington (dpa/ND). Neue Signale aus Teheran – gedämpftes Echo in der Welt am Mittwoch auf die Ankündigung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, im Atomstreit einlenken zu wollen. Ahmadinedschad hatte im iranischen Fernsehen am Dienstag die Bereitschaft erkennen lassen, Uran für einen Forschungsreaktor künftig im Ausland statt im eigenen Land anreichern zu lassen. Das hatte Iran bisher abgelehnt.

»Wir werden das alles daran messen, welche Taten folgen«, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. »Eine Rede ist sicherlich noch keine belastbare Grundlage.« Auch die US-Regierung reagierte mit Zurückhaltung. »Wenn Iran etwas Neues zu sagen hat, sind wir bereit, zuzuhören«, sagte ein Regierungsbeamter. Nur durch eine ernsthafte Rückkehr des Landes an den Verhandlungstisch werde sich die Weltgemeinschaft überzeugen lassen, von Sanktionen abzusehen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte, falls die Führung in Teheran tatsächlich bereit sei, Uran im Ausland auf eine höhere Anreicherungsstufe bringen zu lassen, würde Moskau dies willkommen heißen. Ein chinesischer Außenamtssprecher sagte lediglich, Peking hoffe, dass die betroffenen Parteien und die Internationale Atomenergie-Agentur weiter verhandelten, um eine Vereinbarung zu finden.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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