Port-au-Prince (dpa/ND). Mehr als 200 000 Menschen sind nach jüngsten Schätzungen von Haitis Regierung bei dem verheerenden Erdbeben in Port-au-Prince ums Leben gekommen. 300 000 Menschen seien zudem verletzt worden, teilte Premierminister Jean-Max Bellerive mit. In der neuen Zahl seien aber noch nicht die Opfer enthalten, die noch immer unter den Trümmern lägen, oder diejenigen, die von ihren Verwandten bestattet worden seien, sagte Bellerive. Die Regierung geht nun außerdem von 250 000 zerstörten Häusern und mehr als einer Million Obdachlosen aus. Zudem seien etwa 4000 Menschen Arme oder Beine amputiert worden. Hilfsorganisationen hatten die Zahl der Amputierten zuvor bereits auf 6000 geschätzt. Die tatsächliche Zahl der Toten und der Verletzten wird sich nach Meinung von Experten allerdings nie endgültig ermitteln lassen.
Unterdessen hat sich der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bereit erklärt, im Auftrag der Vereinten Nationen alle Hilfen für Haiti zu koordinieren. Das sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwochabend in New York.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Haitianische Hilflosigkeit Regierung Bellerive gesteht totale Überforderung ein
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