Sprungmarken: Inhalt, Navigation.
Suchen auf neues-deutschland.de:

Erweiterte Suche

»Sand im Getriebe«

ND: Ihr einstiger Bundestagskollege Norman Paech hat eine Einladung zur Sicherheitskonferenz abgelehnt. Sie werden als erster Politiker der Linksfraktion teilnehmen. Warum?
Gehrcke: Norman Paech hat die Einladung nicht aus politischen Gründen abgelehnt, sondern weil er nicht mehr Mitglied des Bundestages ist. Wir haben uns gemeinsam über Jahre immer wieder vergeblich um eine Einladung bemüht. Jetzt haben wir uns durchgesetzt. Ich weiß um den schlechten Ruf der Konferenz, der zu Recht besteht, weil sie vor allem ein Denkfabrik für Kriegsstrategien war. Um so wichtiger ist es, gegenteilige Positionen deutlich zu machen. Die Friedensbewegung wird vor dem Konferenzgebäude protestieren, ich verstehe mich als ihr verlängerter Arm drinnen. Ich hoffe, das ergänzt sich gut.

In der Friedensbewegung ist Ihr Schritt aber auf Kritik gestoßen.
Das verstehe ich natürlich. Aber dort hat man sich auch sehr respektvoll darüber geäußert, was ich bislang für die Friedensbewegung geleistet habe. Und an diesem Engagement wird sich nichts ändern.

Man darf sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Mit einer Teilnahme akzeptiere ich ja nicht die Handlungsbedingungen dieser Konferenz. Von Konferenzleiter Wolfgang Ischinger gibt es wirklich üble Äußerungen zu den Protesten. Das ist völlig inakzeptabel, und da muss man gegenhalten.

Werden Sie Redezeit erhalten?
Ich bemühe mich darum. Aber schon die Debatten um die Frage, ob ein Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Bundestag an dieser Konferenz teilnehmen darf oder nicht, zeigen, dass die Politik der LINKEN wirksam ist. Ich will, dass es neben den vielen Stimmen, die etwa eine Truppenverstärkung in Afghanistan wollen, auch eine gibt, die sagt, dass dieser Krieg moralisch und politisch inakzeptabel ist. Auch dieser Kreis in München muss lernen, andere Ansichten zumindest anzuhören.

Beobachter aus der Friedensbewegung sagen, diese Konferenz sei nicht reformierbar, und fordern ihre Auflösung.
Ich teile die Einschätzung, dass sie nicht reformierbar ist. Und auch ich bin für die Auflösung dieser Konferenz. Deshalb ist Sand im Getriebe, sind alternative Positionen dort so wichtig.

Fragen: Olaf Standke

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar schreiben (Login erforderlich)
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Frisch gebloggt
24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

Änderungen in der nd-Community

Alle Blogs

Facebook
Twitter
16. - 17. Juni 2012

nd-Pressefest / Fest der Linken

Wir laden ein zu Musik, regen Markttreiben, zu Polittalks, Lesungen, Diskussionen...
nd-Newsletter

Täglich gut informiert.

Jetzt hier kostenlos abonnieren!
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Werbung:

Werbung:

Sprungmarken: Seitenanfang.