Gemeinsam sind wir stark– linker Journalismus ist mir etwas wert!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Anke Nussbücker
09.02.2010

Gesunde Schärfe

Winterrettich ist ein heilkräftiges Nahrungsmittel

Der schwarzschalige, runde Winterrettich ragt unter den zahlreichen Gemüseretticharten durch seine intensive Schärfe hervor. Die dafür verantwortlichen organischen Schwefelverbindungen haben gleichzeitig heilkräftige Wirkungen, z. B. bei Erkältungskrankheiten.
Gemüse in schwarz-weiß
Gemüse in braun-weiß

Raphanus sativus L. var. niger, auch unter den Namen Ackerrettich, Hedrich oder Kriebelrettich bekannt, gehört wie Senf, Kohl oder Raps zu den Kreuzblütengewächsen. Er blüht rötlich-violett und wächst in runder oder länglicher Form. Seine raue Schale macht ihn nach der Ernte vor dem ersten Frost robust gegen Transportschäden. In feuchtem Sand lässt er sich sehr gut lagern, so dass er – wenn gegen Ende des Winters der noch schärfere frische Meerrettich auf den Märkten nicht mehr zu haben ist – noch lange angeboten wird.

In den letzten zehn Jahren haben vor allem biologisch arbeitende Landwirte diese alte Gemüsesorte wieder kultiviert, verschiedene Zubereitungsmethoden am Marktstand erläutert und ihr so zu einer neuen Popularität verholfen. Um einen Hustensaft herzustellen, von der flachrunden Rübe eine Art Deckel abschneiden, den Rettich aushöhlen und mit fünf Löffeln Honig füllen, den Deckel wieder aufsetzen und zwei Stunden stehen lassen. Der entstandene Saft hat entkrampfende und schleimlösende Wirkung.

Diabetiker, die Honig in den genannten Mengen nicht zu sich nehmen sollten, können »puren« Rettichsaft mit Hilfe einer Gemüsesaftpresse gewinnen. Wird das weiße Fruchtfleisch fein geraspelt oder gerieben und ohne Salz sofort frisch verzehrt, entfaltet der Rettich ebenfalls seine Heilkraft bei Katarrhen der oberen Luftwege. Salz würde etwas die Schärfe mildern, jedoch gleichzeitig den Effekt der ätherischen Öle herabsetzen. Auch beim Kochen verliert Rettich seine Schärfe.

Der Wirkmechanismus im Hals-, Nasen-, Rachenraum, in den Bronchien und in der Lunge beruht unter anderem auf der Induktion des Enzyms Gluthation-S-Transferase durch schwefelhaltige Isothiocyanate wie Sulforaphan. Das ebenfalls schwefelhaltige Gluthation übernimmt als Entgiftungsstoff in dem Sekret auf den Schleimhäuten der Atmungsorgane eine zentrale Filteraufgabe. Gleichzeitig haben Senföle wie Sulforaphan antibakterielle und fungostatische Eigenschaften und stehen dabei der Effektivität der Inhaltsstoffe von Knoblauch- oder Zwiebelsaft in nichts nach – außer, dass sie frei sind von dem für so manchen als unangenehm empfundenen Geruch. Aber nicht nur bei Erkältungen leistet das Gemüse gute Dienste. Kleine Portionen von schwarzem Rettich vermögen auch Gallen- und Leberleiden, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie Rheuma und Gicht positiv zu beeinflussen. Hinzu kommt die anticancerogene Kraft, die Broccoli, Rettich und den unzähligen anderen Kreuzblütlern schon lange zugeschrieben wird. Die Wirkung sogar gegen Krebsstammzellen und die Verbesserung der Wirksamkeit von Krebsmedikamenten durch diese in Pflanzen natürlich vorkommenden »Chemoprotektiva« wird zur Zeit an der Heidelberger Universitätsklinik intensiv erforscht.

Neben diesen besonderen Wirkstoffen weist Rettich zahlreiche für die Nährstoffversorgung wichtige Komponenten auf, darunter die Vitamine B1, B2, B6, C, Pantothensäure und Niacin sowie Mineralien wie Kalium, Kalzium und Phosphor. Nur bei übermäßigem Verzehr und gleichzeitigem Jodmangel besteht ein Risiko für die Schilddrüse und kann sich ein sogenannter »Kohlkropf« bilden. In vernünftigen Mengen genossen – im Idealfall vom gesunden Appetit gesteuert – trägt Schwarzer Rettich zur Gesundheitsvorsorge, aber auch zur Genesung bei.

Salat mit Rettich

Aus einem Teelöffel flüssigem Honig, dem Saft einer Zitrone und einem Teelöffel Rapsöl eine Salatmarinade rühren. Einen kleinen oder einen halben Winterrettich schälen, zwei Möhren waschen, putzen, das Gemüse fein raspeln, sofort mit der Salatsoße vermengen, auf Rapunzelblättern anrichten und nach Belieben mit 40 Gramm Walnüssen oder gehobelten Mandeln garnieren. Der Salat ist für zwei Personen. an

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken